Gedenkbrunnen Kaigasse

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der Gedenkbrunnen
Karte

Der Gedenkbrunnen Kaigasse ist einer der Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg.

Lage

Er befindet sich in der Salzburger Altstadt am Anfang der Kaigasse, an der Ostseite der Neuen Residenz stehend.

Name

Der Gedenkbrunnen erinnert an das Ende der Selbstständigkeit Salzburgs im Jahr 1805/1806 mit dem Ende des Kurfürstentums Salzburg, er trägt die lateinische Inschrift: "Memorabili anno MDCCCVI", übersetzt "Im Gedenken an das Jahr 1806." Der Künstler ist unbekannt.

Geschichte

1806 endete das Salzburger Kurfürstentum und Salzburg kam zum ersten Mal kurzzeitig zu Österreich.

Der Jubiläumsbrunnen wurde im Jahr 1806 in der Pfeifergasse am heutigen Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz errichtet und von dort im Jahr 1873 an die Kaigasse verlegt[1].

Beschreibung

Auf einem quadratischen, in drei Stufen aufsteigenden Marmor Podest steht mittig der sehr schlanke und hohe Brunnen. Auf einem rechteckigen Sockel ruht eine halbrunde Brunnenschale. Darüber trägt ein oben seitlich etwas breiter werdender Aufsatz das Relief eines Männergesichtes mit Vollbart und Lorbeerkranz, der Wasser aus seinem Mund speit. Darüber findet sich auf einer Kartusche mittig das Wappen der Stadt Salzburg, das seitlich von zwei langschwänzigen Delphinen gehalten wird. Die Tiere lehnen sich in der Gestaltung eng an die früher zahlreichen barocken Delphin-Skulpturen an. Ganz oben ruht eine urnenartige Vase mit Deckel und umlaufenden Mäandermuster. In seiner etwas schlichteren Formgebung gehört dieser Brunnen stilistisch zur klassizistischen Epoche. Lieselotte Eltz-Hoffmann stellt treffend fest, dass dem Brunnen die heitere Anmut früherer Brunnenschöpfungen fehlt. Das ganz oben stehende urnenartige Behältnis unterstreicht vielmehr "den Hauch der Trauer, die über dem Brunnen zu liegen scheint" (Eltz-Hoffmann). 1976 wurde der Brunnen von Unbekannten umgestürzt und schwer beschädigt. Er wurde danach aber wieder instand gesetzt.

Historische schlagwortartige Kurzbeschreibung von Hans Tietze in der "Kunsttopographie" (1914):

Aus rosa Marmor. Auf zweistufigem Unterbau, durch einen ungegliederten blockförmigen Sockel als Wandbrunnen gestaltet. Über angebautem prismatischen Sockel zwischen profilierten Deckplatten mit rechteckigen Feldern gebuckelte abgerundete Schale. Dahinter schlanker Wandaufbau von rechteckiger Grundform mit abgeschrägten Kanten. Zweistufiger Unterbau mit schräg über Tropfen gestellten kannelierten Bändern, die oben in einen Mäander enden und mit breiter Deckplatte abgedeckt sind. Im vertieften Mittelfeld bekränzte bärtige Maske als Wasserspeier, darüber und darunter Inschrift: Memorabili anno MDCCCVI. Der leicht geschweifte und verjüngte Aufsatz von Delphinen eingefasst mit vorn angeheftetem Stadtwappen in Kartusche mit Löwenmaske. Über abschließender Deckplatte Urne mit Flechtband.

Bildergalerie

Quellen

Fußnote