Pfeifergasse

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Bild
Pfeifergasse.jpg
Pfeifergasse
Länge: ca. 300 m
Startpunkt: Kajetanerplatz
Endpunkt: Mozartplatz
Karte: Googlemaps

Die Pfeifergasse ist eine alte in der Altstadt von Salzburg durch das Kaiviertel verlaufende Gasse.

Name

Die Pfeifergasse hat den Namen der sehr wohltätigen Stifterin „Chunigund Ameyßlin“ der Frau des Dom- Stadtpfeifers, die der Stadt Salzburg große Stiftungen hinterlassen hatte.

Verlauf

Die Pfeifergasse führt stadtauswärts von der Kaigasse an der südöstlichen Ecke des Mozartplatzes über den Papagenoplatz, eine Kreuzung mit der Sebastian-Stief-Gasse, zum Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz und dann weiter zum Kajetanerplatz.

Die Pfeifergasse besteht aus zwei Teilen.

Der westliche Teil[1] gehört zur Fußgängerzone im Kaiviertel.

Der östliche Teil[2] ermöglicht stadteinwärts die Zufahrt zum Innenhof des Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, sowie als Einbahn weiter auf der Pfeifergasse bis zum Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz, sowie eine Abfahrt über die Chiemseegasse.

Gebäude und Bauten

An der Pfeifergasse liegen im Verlauf von West nach Ost folgende wichtige Gebäude und Bauten:

  • Im Haus Nr. 3 hatte die Familie von Georg Trakl ihr Warenlager und dort im Basteigarten steht das denkmalgeschützte Trakl-Gartenhaus.
  • Im Haus Nr. 4 starb der Maler Sebastian Stief, nach dem die Sebastian-Stief-Gasse benannt wurde.
  • Im Haus Nr. 11, am Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz gelegen, wohnte im 16. Jahrhundert Paracelsus für einige Jahre.
Sehenswert ist die dekorative Hohlkehle unter dem Dach umlaufend mit der Inschrift:
" .. Auf Gott und Unßer liebe Frau (Medaillon) sötz ich mein Hoffnung und Vertrau 08 "
"Gott behiedt dißes Haus und alle die Gehen Ein und aus"
"Gott behiets von Feuer und Wasser Not" (Gaupe) " und auch von dem gächen Todt -"
"Mein Deßtemendt solt ßein mein End" - "Jesus Maria (Medaillon) und Joseph"
Im Haus Nr. 11 befand sich früher das Raplbad, eines der sieben städtischen Bäder im Mittelalter.
  • Anstelle von Haus Nr. 13 befand sich zuvor die Kumpfmühle (Besitzer war ein Müller Kumpf) und daneben das Kumpfmühltor. Hier wurde früher das Vieh zur Salzach hinaus zur Tränke geführt und war der Zugang zur Anlegestelle der Salzachschiffe. Hier lag früher das untere Ende der Pfeifergasse. Das "Kumpfmühlgässchen" führte hinauf zum Kajetanerplatz. [3]
Heute befindet sich unter dem Haus Nr. 13 in der alten Stadtmauer, ein kleinerer, zumeist versperrter Durchgang zur Basteigasse.
zur linken, nordöstlichen Seite Bauten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, welches die Adresse Kajetanerplatz 1 hat.
zur rechten, südwestlichen Seite die Gartenanlage sowie Südseite und eigentliche Vorderansicht des Chiemseehofs.

Geschichte

Die Pfeifergasse war einst der Wohnsitz von Minnesängern, Harfenschlägern, Hofmusikanten und Stadtpfeifern.

Der östliche Teil der Pfeifergasse wurde früher als 'Kumpfmühlgasse' bezeichnet.[4]

Bei einem Bombenangriff 1944 wurden die Häuser Pfeifergasse Nr. 3, 5 und 7 schwer beschädigt und nach dem Zweiten Weltkrieg im Stile der Moderne wieder aufgebaut.[5]

Eine Gedenktafel im Innenhof Pfeifergasse 3, erinnert an die alte Bastei und die Zerstörung des geschichtsträchtigen Kaiviertels durch den schrecklichen Bombenangriff 1944.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Pfeifergasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Pfeifergasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen

Fußnoten