Hagingbauer

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Der Hagingbauer mit der Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus im Hintergrund .
Ausschnitt aus dem Franziszeischen Kataster: Zu sehen ist ein Teil des Marktgebiets von Neumarkt im Flachgau. Unter anderem die Besitzungen des Hagingbauers und, auch interessant, alle drei zu sehenden Gewässer heißen noch "Waller-Bach", was ja heute nicht mehr so ist.
Grab des Johann Schinwald (* 1933; † 3. Mai 2022), gewesener Hagingbauer.

Der Hagingbauer ist ein altes Bauerngut in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geschichte

Dieses Gut besaß von 1609 bis 1810 die "Eisenhuet", Posthalter in Neumarkt. Von 1810 bis 1869 gehörte es der Familie Rauchenbichler, die auch die Poststation im Haus Hauptstraße 21 (heute Haus Kranzinger) besaß. Damals befanden sich die Poststallungen in diesem Bauernhof.

Seit 1869 ist der Bauernhof im Besitz der Familie Schinwald. Erst mit Bescheid vom 22. Dezember 1980 wurden für einen Neubau unter anderem Remisengebäude aus der Zeit der Poststationstätigkeit abgerissen.

Die umliegenden Wiesen gehören zum Besitz des Bauernhofes. Darauf stehen die beiden Hagingbuchen mit dem Hagingbauerkreuz. Diese Wiesen spielten auch eine bedeutende Rolle beim Marktbrand 1879 in Neumarkt. Wie ein Zeuge der Katastrophe berichtete, brachte man alle Habseligkeiten, die gerettet werden konnten, über die Statzenbachbrücke an das andere Ufer auf die Hagingbauerwiese, auf der Strohmist ausgebracht worden war. Doch Funkenflug, entfacht durch den herrschenden Sturmwind, brachte das ausgetrocknete Stroh auf der Hagingbauerwiese zum Brennen. Sogar bis hinauf nach Sommerholz wurde der Funkenregen gebracht. Helfer wurden von den Bränden im Markt abgezogen, um Brände auf der gefährdeten Wiese zu löschen und die dort gelagerten Habseligkeiten neuerlich in Sicherheit zu bringen.

Am nördlich der Hagingbauerwiesen vorbeifließenden Steinbach befand sich früher eine Mühle, wie aus einem Plan aus dem Jahr 1904 hervorgeht.

Besitzer

Weblink

Quellen

Einzelnachweis