Kaiser Franz Josef Haus

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hier sieht man rechts den Bereich der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im Jahr 1935

Das Kaiser Franz Josef Haus (2 418 m ü. A.) war ein Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb auf der Kärntner Seite der Großglockner Hochalpenstraße.

Allgemeines

Das Haus befand sich auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Beim Besuch des Kaisers Franz Joseph I. am 7. September 1856 rastete der Kaiser hier oberhalb der Pasterze (die damals noch wesentlich weiter ins Tal reichte als heute). Es ist die historische Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, heute aber mit dem gesamten Gebiet bis zum Nationalparkplatz Kaiser-Franz-Josefs-Höhe genannt. Mit Erlaubnis des Kaisers wurde von 1904 bis 1906 die Schutzhütte "Kaiser Franz Josef Haus" von Genovefa und Peter Haritzer erbaut. Zuvor stand dort die Ochsnerhütte, in die seinerzeit Kaiser Franz Joseph I. eingekehrt war.[1]

Nach der Fertigstellung der Großglockner Hochalpenstraße im Jahr 1935 wurde die Schutzhütte in das Alpenhotel Kaiser Franz Josef umgebaut und erlangte Weltbekanntheit. Es verfügte über vier Stockwerke plus einem Dachgeschoss in der Schräge. An der Vorderfront gab es elf Fenster, an den Seitenfronten jeweils fünf - also ein imposantes Gebäude von der Größe her. Am 21. September 1997 brannte es jedoch zur Gänze aus und bislang konnte das historische Hotel nicht wieder errichtet werden. Um 2010 war man mit der Wiedererrichtung des "Kaiser Franz Josef Hauses" in der historischen Form beschäftigt, das Restaurant "Glocknerkeller" (140 Sitzplätze) sowie die Sonnenterrasse waren bereits fertig.

Vor der Großglockner Hochalpenstraße

Bevor die Großglockner Hochalpenstraße befand, konnte man von Heiligenblut aus auf einer kurzen Mautstraße, der Alten Glocknerhausstraße bis zum Glocknerhaus fahren. Im Sommer 1927 fuhren der damals sehr bekannte Wiener Sportfotograf Lothar Rübelt mit einem Motorrad der englischen Marke Brough 680 cm³ und ein später ebenfalls sehr berühmten Techniker, Robert Eberan von Eberhorst, mit einem Motorrad der englischen Marke Matchless auf dieser Alten Glocknerstraße bis zum Glocknerhaus. Sie benötigten von Heiligenblut bis zum Glocknerhaus 11 Minuten. Von dort fuhren sie als erste Motorradfahrer auf einem (vermutlich) Fußweg bis zum Kaiser Franz Josef Haus. Leider war der Großglockner an diesem Tag verhüllt. Daher gibt es keine Bilder von dieser Erstbefahrung.

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Quellen

Fußnoten

  1. Quelle anno.onb.ac.at, Neues Wiener Tagblatt, 31. Dezember 1940