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Kaiser Franz Josef Haus

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geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
Das Kaiser Franz Josef Haus um 1912.
Rechts derBereich der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe im Jahr 1935, wo sich das Kaiser Franz Josef Haus befand.

Das Kaiser Franz Josef Haus (2 422 m ü. A.[1]) war ein Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb in den Hohen Tauern im Bereich der Glocknergruppe oberhalb des Pasterzengletschers.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Haus befand sich auf der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Beim Besuch des Kaisers Franz Joseph I. am 7. September 1856 rastete der Kaiser hier oberhalb der Pasterze (die damals noch wesentlich weiter ins Mölltal hinunter reichte als heute). Mit Erlaubnis des Kaisers wurde von 1904 bis [1906]] die Schutzhütte "Kaiser Franz Josef Haus" von Genovefa und Peter Haritzer erbaut. Zuvor stand dort die Ochsnerhütte, in die seinerzeit Kaiser Franz Joseph I. eingekehrt war.[2]

Nach der Fertigstellung der Großglockner Hochalpenstraße im Jahr 1935 wurde die Schutzhütte in das Alpenhotel Kaiser Franz Josef umgebaut und erlangte Weltbekanntheit. Es verfügte über vier Stockwerke plus einem Dachgeschoss in der Schräge. An der Vorderfront gab es elf Fenster, an den Seitenfronten jeweils fünf - also ein imposantes Gebäude von der Größe her. Am 21. September 1997 brannte es jedoch zur Gänze aus und bislang konnte das historische Hotel nicht wieder errichtet werden. Um 2010 war man mit der Wiedererrichtung des "Kaiser Franz Josef Hauses" in der historischen Form beschäftigt, das Restaurant "Glocknerkeller" (140 Sitzplätze) sowie die Sonnenterrasse waren bereits fertig.

Vor der Großglockner Hochalpenstraße

 
1927 mit dem Motorrad zum Kaiser Franz Josef Haus.

Bevor die Großglockner Hochalpenstraße entstand, konnte man von Heiligenblut aus auf einer kurzen Mautstraße, der Alten Glocknerhausstraße bis zum Glocknerhaus fahren. Im Sommer 1927 fuhren der damals sehr bekannte Wiener Sportfotograf Lothar Rübelt mit einem Motorrad der englischen Marke Brough 680 cm³ und ein später ebenfalls sehr berühmten Techniker, Robert Eberan von Eberhorst, mit einem Motorrad der englischen Marke Matchless auf dieser Alten Glocknerstraße bis zum Glocknerhaus. Sie benötigten von Heiligenblut bis zum Glocknerhaus 20 Minuten. Von dort fuhren sie als erste Motorradfahrer in elf Minuten auf einem (vermutlich) Fußweg bis zum Kaiser Franz Josef Haus. Leider war der Großglockner an diesem Tag verhüllt.

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Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. Juni 1921, Seite 5
  2. Quelle anno.onb.ac.at, Neues Wiener Tagblatt, 31. Dezember 1940