Karl Joseph von Kuenburg

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Karl Joseph von Kuenburg (* 27. Mai 1686 in Salzburg; † 10. Dezember 1729 auf Schloss Tüßling in Oberbayern) war 1723 Bischof von Seckau und von 1723 bis 1729 Bischof von Chiemsee.

Familie

Karl Joseph Graf von Kuenburgs Vater war der Reichsgraf Johann Joseph von Kuenburg, kaiserlicher Geheimer Rat und Kämmerer und später auch Erbschenk des Fürsterzbistums Salzburg. Seine zweite Ehefrau Gräfin Josepha Maria von Harrach war Karl Josephs Mutter. Sie war eine Schwester des Salzburger Fürsterzbischofs Franz Anton Fürst Harrach.

Leben

Karl Joseph studierte ab 1701 an der Benediktineruniversität Salzburg, danach in in Laibach und 1706 bis 1708 in Rom. 1706 erhielt er Pfründe an den Domkapiteln Salzburg, und Passau, auf die vorher sein älterer Bruder Maximilian Joseph verzichtet hatte. 1712 auch Domherr von Eichstätt.1710 wurde er von seinem Onkel, Fürsterzbischof Harrach, zum Konsistorialrat ernannt, dessen Präsidenten wurde er 1713, in diesem Jahr wurde er auch zum Priester geweiht. 1714 wurde er vom Salzburger Domkapitel zum Dompropst gewählt.

Am 21. April 1723 ernannte Fürsterzbischof Harrach seinen Neffen Karl Joseph von Kuenburg zum Fürstbischof von Seckau. Die Bischofsweihe erhielt er am 6. Juni 1723. Ob er seine Diözese Seckau überhaupt in Besitz nahm ist nicht sicher, da er bereits am 4. Oktober 1723 für den Chiemseer Bischofssitz nominiert wurde. Nach der Bestätigung vom 29. Dezember 1723 folgte am 21. Mai 1724 die Amtseinführung in Herrenchiemsee.

In seiner Amtszeit berief er 1725 eine Synode nach St. Johann in Tirol ein. Nach seinem Tod am 10. Dezember 1729, der sich auf einer Hochzeit seines Bruders auf dem oberbayerischen Schloss Tüßling ereignete, wurde behauptet, dass er vergiftet wurde, die wahre Todesursache war jedoch Fleckfieber. Er liegt im Salzburger Dom begraben.

Quelle


Zeitfolge