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Leonhard Steinwender (Priester)

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Leonhard Steinwender (* 19. September 1889 in der Gemeinde Lasaberg; † 22. August 1961 in Mattsee) war ein österreichischer Geistlicher, Politiker, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Häftling im KZ Buchenwald und Kanonikus in Mattsee.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Steinwender war ein Sohn des Lasaberger Franzenbauern und Landtagsabgeordneten Leonhard Steinwender und seiner Frau Salome, geborene Prodinger.[1] Nach der Volksschule kam er ins Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum, wo er die Studien 1908 mit gutem Erfolg abschloss. Anschließend studierte er römisch-katholische Theologie in Salzburg. Am 27. März 1912 empfing er durch Johannes Baptist Kardinal Katschthaler die Priesterweihe.

Er war danach als Kooperator in Brixlegg (1912–1915) und Nonntal tätig. Von 1915 bis 1938 war er der Redakteur, von 1917 an Chefredakteur, der „Salzburger Chronik“. Politisch war er in der Christlich-Sozialen Partei aktiv. Er war für die CSP Mitglied der Provisorischen Landesversammlung 1918. Ab 1927 war er Kanoniker im Kollegiatstift Mattsee, seit 1937 als Milizvikar tätig.

Da die "Salzburger Chronik" einen strikten Kurs gegen die Nationalsozialisten vertrat, kam er nach dem Anschluss in Schutzhaft und wurde am 10. November 1938 über Auftrag der Gestapo Berlin in das Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert. Im November 1940 wurde er aus dem KZ entlassen und bekam „Gauverbot“. Von 1940 bis 1945 arbeitete er als Vikar in Petting (Oberbayern).

Als die NS-Herrschaft beseitigt war, nahm er ab 1945 seinen Wohnsitz im Stift Mattsee. Bald nach Ende des Krieges beauftragte Erzbischof Andreas Rohracher Leonhard Steinwender, eine neue Kirchenzeitung aufzubauen. Mit 14. November 1945 wurde Steinwender zum Leiter und Hauptredakteur des Rupertiboten ernannt.

Nach seinem Tod bekam er seine Ruhestätte in der Kanonikergruft des Stiftes Mattsee.

Ehrungen

Leonhard Steinwender wurde 1930 zum Regierungsrat ernannt. Seit 1937 war er Inhaber des Ritterkreuzes des Österreichischen Verdienstordens.

Werke

Quellen