Pfarre Altenmarkt im Pongau

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Pfarrkirche Maria Geburt
Annakapelle
Lourdeskapelle
Pfarrhof, Dechantshof

Die Pfarre Altenmarkt im Pongau ist eine der Pfarren der Erzdiözese Salzburg.

Allgemeines, Pfarrbereich

Der Pfarrbereich umfasst

Die Pfarre gehört zum Dekanat Altenmarkt. Sie bildet (künftig) mit den Pfarren Filzmoos und Flachau einen Pfarrverband (Pfarrverband Altenmarkt, Flachau und Filzmoos).

Kirchen

Pfarrkirche ist die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau Mariä Geburt (Patrozinium: 8. September).

Filialkirche ist die Filialkirche Maria Schnee in Zauchensee.

Pfarrer

Hauptartikel Pfarrer von Altenmarkt im Pongau

Pfarrer ist MMag. Josef Hirnsperger.

Geschichte

Organisationsgeschichte

Altenmarkt ist die Mutterpfarre des Ennspongaus und neben Pfarrwerfen und St. Veit die dritte der Pongauer Mutterpfarren; sie könnte in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts entstanden sein.[2] Die Pfarre, damals noch Pfarre Rastat (Radstadt), wurde im Jahr 1074 erstmals urkundlich erwähnt, als nämlich Erzbischof Gebhard dem von ihm gegründeten Kloster Admont unter anderem im Gebiet dieser Pfarre gelegene Güter schenkte.

Als im Jahr 1618 im Erzbistum Salzburg die Ruraldekanate errichtet wurden, wurde die Pfarre Altenmarkt mit ihren damaligen Vikariaten Radstadt, St. Martin und Wagrain Dekanatssitz (allerdings befand sich der Sitz des Dekanats von 1622 bis 1753 in der Pfarre Pfarrwerfen).[3]

In der Folge wurden weitere Vikariate errichtet, darunter Hüttau 1683[4] und Flachau (ohne Feuersang) 1722[5].

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts unterstanden der Pfarre (im Uhrzeigersinn:) die Vikariate Flachau, Wagrain, Kleinarl, Lammertal, Filzmoos, Radstadt, Forstau, Taurach und Tauern.[6] 1850 wurden Wagrain und Kleinarl an St. Johann abgegeben.[7]

Mit der Gründung neuer Pfarren im Verlauf der 1850er-Jahre – Hüttau 1856, St. Martin bei Hüttau (jetzt: am Tennengebirge) 1857, Flachau und Filzmoos 1858, Radstadt 1859 – verschwand dieser Kranz von Vikariaten.

Als Flachau (1858) zu Pfarre erhoben wurde, wurde dieser auch Feuersang (wieder) zugeteilt, das im Jahr 1722 bei der Pfarre Altenmarkt belassen worden war.[8]

Im Jahr 1954 wurde das Pfarrgebiet durch Auspfarrung von Eben im Pongau abermals verkleinert.

Denkwürdige Persönlichkeiten und Ereignisse

Von zentraler Bedeutung für die Baugeschichte ist Pfarrer Reicher von Etling, der von 1369 bis 1399 in Altenmarkt nachweisbar ist. Er hatte Einfluss am erzbischöflichen Hof und tat sich in Altenmarkt als Bauherr hervor. Auf ihn geht im Wesentlichen der Baubestand der Pfarrkirche sowie die Annakapelle zurück.[2]

Die Ausmerzung des Protestantismus, der in der großen Protestantenvertreibung von 1731/32 gipfelte, war für den Pongau und die Pfarre Altenmarkt eine einschneidende Geschichtsepoche.

Nachdem Altenmarkt seit 1753 wieder Dekanatssitz war, wurde im Jahr 1755 der Dechantshof erbaut.[9]

Quellen

Einzelnachweise, Anmerkungen

  1. Anmerkung: Die Aussage der Quellen (RES und eds.at), zur Pfarre Altenmarkt gehöre der größere Teil der Gemeinde Flachau, wird durch Kartenwerke wie insbesondere die Diözesankarte nicht bestätigt.
  2. 2,0 2,1 pfarre-altenmarkt.at > Kirchenführung
  3. Dürlinger aaO S. 68.
  4. Chronik der Pfarre Hüttau
  5. Homepage der Pfarre Flachau (Auszug aus der Gemeindechronik)
  6. Bastgen, Hubert: Eine amtliche Berichterstattung über den Diözesanstand in dem Erzbistum Salzburg im Jahre 1806, in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 52, 1912, S. 73-100 (Digitalisate: ZoBoDat, ANNO) (S. 88).
  7. Dürlinger aaO S. 69.
  8. Gemeindechronik von Flachau (s. vorige Fußnote; Wikipedia, Artikel Feuersang (Gemeinde Flachau).
  9. Artikel „Pfarrkirche Maria Geburt Altenmarkt

Literatur

Weblinks