Pfarre Forstau

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Forstau: Pfarrkirche, Friedhof und Pfarrhof
Datei:S-Forstau-Leonhardkirche-5.jpg
Pfarrhof vor der Pfarrkirche

Die Pfarre Forstau ist eine der Pfarren der Erzdiözese Salzburg.

Allgemeines, Pfarrbereich

Der Pfarrbereich deckt sich mit dem Gebiet der Pongauer Gemeinde Forstau.

Die Pfarre gehört zum Dekanat Altenmarkt. Sie bildet mit den Pfarren Radstadt und Untertauern den Pfarrverband Forstau, Radstadt und Untertauern.

Kirchen

Pfarrkirche ist die Pfarrkirche zum hl. Leonhard (Patrozinium: 6. November). Daneben gibt es eine Lourdeskapelle.

Pfarrhof

Der Pfarrhof stammt aus dem Jahr 1909. Er ist ein zweigeschoßiger Bau mit gemauertem Erdgeschoß und schließt unmittelbar an die Südseite des Chors der Pfarrkirche an.[1]

Pfarrer

Hauptartikel Pfarrer von Forstau

Pfarrer ist Frank Cöppicus-Röttger.

Geschichte

Vor mehr als 100 Jahren“ – so schreibt Pillwein im Jahr 1839 – „soll in der Forstau die Pest geherrscht, und fast alle Bewohner dieses Thales aufgerieben haben. Man zeigt noch gegenwärtig einen Felsen unter dem Namen Todtenstein. Wirklich grub man in seiner Nähe die Leichen ein.

Kajetan Huber, fürsterzbischöflicher Konsistorialrat und Kanoniker des Schneeherrenstiftes zu Salzburg, setzte 1732 in seinem Testament „irgend eine im Gebirge zu erbauende Kirche“ als Universalerbin ein und überließ es dem Pfleger Sigmund Baron von Neuhauß zu Radstadt, den Standort der neuen Kirche zu bestimmen. Dieser eröffnete im Jahre 1736 dem fürsterzbischöflichen Konsistorium seine Absicht, die Kirche in Forstau in der damaligen Pfarre Altenmarkt zu erbauen.

1742 wurde der Bau begonnen, und am 10. September 1745 erfolgte die Einweihung der Vikariatskirche zu Ehren des heiligen Leonhard durch Erzbischof Jakob Ernst Graf von Liechtenstein-Kastelkorn. Das Vikariat Forstau (in älterer Zeit auch: Fischbach) wurde im Jahr 1744 errichtet. Das Vikariatshaus entstand zur gleichen Zeit wie die Kirche.

Der Friedhof wurde erst im Jahr 1835, nach langen Verhandlungen über die Bestattungsrechte, durch die Gemeinde errichtet. Vorher mussten die Verstorbenen in Altenmarkt bestattet werden.

Die Pfarrerrichtung erfolgte im Jahr 1891.

Am 25. April 1909 suchte ein schweres Unglück die Pfarrgemeinde heim: Ein vom angebauten Pfarrhof ausgehender Brand zerstörte die Dachstühle der Kirche und des Pfarrhofes sowie einen Großteil der Einrichtung. Die drei Altäre mit den kostbaren Hauptbildern sowie die Orgel wurden ein Raub der Flammen. Etliche Teile der Kircheneinrichtung konnten im letzten Augenblick gerettet werden. Unter großen Opfern der gesamten Bevölkerung und des jungen Pfarrers Josef Lahnsteiner wurde der Wiederaufbau in Angriff genommen, und bereits am 13. November 1909 konnte die neu aufgebaute, noch spärlich eingerichtete Kirche durch Weihbischof Dr. Balthasar Kaltner eingeweiht werden.

Quellen

Einzelnachweise

Weblinks