Salzburger Eissportclub

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Der Salzburger Eissportclub (SEC) war der Nachfolgeclub des in Konkurs geschlitterten Hockeyclubs Salzburg.

Geschichte

1982: Gründung des Salzburger Eissportclubs unter Präsident Arnold Henhapl und Obmann Peter Marterbauer, Nationalliga 1982 bis 1986.

In der Saison 1984 hätte dem SEC im letzten Spiel am 10. März gegen den Mitkonkurrenten Lustenau ein Unentschieden zum Aufstieg gereicht, doch ein verunglückter Befreiungsschlag von Verteidiger Al Sims, der drei Minuten zuvor das 3:3 erzielt hatte, landete bei Lustenau und 13 Sekunden vor Schluss im Tor der Salzburger.

Der Aufstieg erfolgte dann erst auf Einladung der Bundesliga im Jahr 1987. Der SEC unter Präsident Franz Klingspigl und Obmann Robert Salfenauer spielte seine erste Bundesligasaison mit den Legionären Tom Roulston, Doug Hicks, Mike Zanier und Ted Pearson, wurde aber nur Letzter (7.).

1987 stellten der Präsident des Eishockey-Bundesligisten Salzburger Eissportclubs, Franz Klingspigl, und sein Obmann Robert Salfenauer den neuen Hauptsponsor vor: Dietrich Mateschitz (damals 43 Jahre alt) mit Energy Drink (wie das Getränk damals noch hieß!). Mateschitz war damals noch für alle ein unbeschriebenes Blatt.

Mateschitz kam am 28. August 1987 persönlich zu diesem Pressegespräch, einen Tag vor dem ersten Saisontest gegen Landsberg. Coach war Polgar, Legionäre Viktor Schalimow und Sergej Kapustin sowie Greg Holst waren aus Innsbruck gekommen, im Tor Michael Rudmann, Hicks weiterverpflichtet.

SEC Vierter im Grunddurchgang (drei Punkte hinter Sieger KAC), in der Meisterrunde nach bereits latenten Geldproblemen nur Sechster und Letzter. Im Grunddurchgang fehlten den Salzburgern als Vierte nur drei Punkte auf Rang eins, in der Finalrunde kam der Absturz auf den sechsten und letzten Rang. Im Frühjahr 1988, nach Saisonende, kam es zur Vereinsauflösung mangels Kapitals und Klubführung. Die Vorstandsmitglieder hafteten für die Außenstände.

Legendär wurde das Aufwärmspiel des SEC vor dem Heimspiel gegen den WEV am 12. Jänner 1988, als ein neuer "Legionär" auflief: Der stellte sich dann als Ferrari-Star Gerhard Berger heraus, der als einer der ersten Red-Bull-Sportler und früherer Eishockeycrack mit Holst, Schalimow & Co. Freundschaft schloss. Dass das Match (2:2) stattfinden konnte, war nach der Pfändung der Tageseinnahmen durch die Salzburger Gebietskrankenkasse wiederum Mateschitz zu verdanken, der die Refereegebühren entrichtete.

Dann verschwand der Salzburger Eishockey-Topclub in der Versenkung. 2000 kehrte Dietrich Mateschitz mit der Übernahme des EC Salzburg und der Umbenennung in EC Red Bull Salzburg zurück. Bei seiner Vorstellung beim Pressegespräch im August 1988 hatte Mateschitz sein Eishockey-Engagement so erklärt: "Unser Produkt verkörpert Kraft, Schnelligkeit, Energie, ist also deckungsgleich mit den Attributen des Eishockeys. Dazu passt auch das Umfeld mit dem 'Salzburger Stier' genau zu uns."

Bekannte Spieler und Trainer

Stephen Polgar, Mike Zanier, Viktor Schalimow, Sergej Kapustin, Greg Holst, Wolfgang Ausweger, Michael Rudmann, Doug Hicks, Ted Pearson, Tom Roulston, Al Sims, Claude Noel;

Quellen