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Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt

Die Müllner Kirche vom Elisabethkai aus gesehen
Die Müllner Kirche

Die Stadtpfarrkirche Unserer Lieben Frau Mariae Himmelfahrt, auch Augustinerkirche oder Müllner Kirche genannt, befindet sich in der Stadt Salzburg im Stadtteil Mülln am nördlichen Fuß des Mönchsbergs. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eine erste Kapelle in Mülln wurde 1148 erstmals erwähnt. Erzbischof Gebhard hatte damals den baufällig gewordenen Altar der Marien-Kapelle erneuern lassen. Mülln wurde als vermutlich älteste Salzburger Vorstadt bald als Vorbefestigung der Stadt militärisch stark gesichert und mit Mauern und starken Wehrtürmen versehen.

Auch die Kirche, damals vermutlich an der Müllner Hauptstraße gelegen, wurde mit einbezogen. Fürsterzbischof Johann II. von Reisberg begann für eine nun deutlich gewachsene Kirchengemeinde im Jahr 1439 mit dem Neubau der Kirche in Form einer gotischen Saalkirche, die in ihrer Grundsubstanz bis heute erhalten ist. Diese Kirche wurde kurz nach 1460 Pfarrkirche, die aber später immer mehr verfiel. Fürsterzbischof Wolf Dietrich erneuerte die Kirche, baute sie um und übergab sie 1605 den Augustiner-Eremiten als neue Klosterkirche. 1674 bekam die Kirche ihren barocken Zwiebelhelm. 1708 wurde der Vorbau an der Augustinergasse errichtet, hinter dem sich nun das geräumige Stiegenhaus mit den Malereien und der Dreifaltigkeitskapelle verbirgt. Turm und Vorhaus wurden von Baumeister Sebastian Stumpfegger, der auch als Mitarbeiter von Fischer von Erlach arbeitete, errichtet.

1833 wurde die Kirche den Benediktinern der Benediktinerabtei Michaelbeuern übergeben. Bekannt ist in der Kirche der Hochaltar mit seiner Gnadenmadonna die um 1460 entstanden ist.

Columbarien

Etwa unter dem Mittelgang der Kirche liegt die sechzehn Meter lange Mönchsgruft mit Columbarien, den Gräbern der Mönche. 1946 wurde hier der letzte Müllner Benediktiner zur letzten Ruhe gebettet. Die Mönchsgruft ist vom ehemaligen Friedhof aus nach einer Renovierung seit April 2010 wieder zugänglich. Für die Renovierung wurden 65.000 Euro ausgegeben, davon entfielen allein 21.000 Euro auf die Restaurierung der Steinplatten. Am 11. April 2010 wurden die Columbarien neu gesegnet. Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

Bildergalerie

weitere Bilder

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Quellen