Johann Pentele senior

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Erwähnung Johann Benteles auf dem Kontrollzifferblatt der Turmuhr 1780 der Stiftskirche St. Peter 1865.
Johann Benteles Pendellinse 1790 der umgebauten Turmuhr der Pfarrkirche zum hl. Dionysius in Bad Vigaun.

Johann Pentele senior (* 1741 in Genhofen im Allgäu, Bayern; † 31. Oktober 1811 in der Stadt Salzburg)[1] war ein Salzburger Großuhrmacher im 18. Jahrhundert.

Leben

Johann Pentele senior war der Sohn der Allgäuer Bauersleute Franz und Maria Pentele (Bentele?). 1764 baute er in Salzburg das Turmuhrwerk der Pfarrkirche Golling. Johann Bentele senior arbeitete zu dieser Zeit noch in der Werkstatt seines Onkels, des Hof- und Großuhrmachers Jakob Pentele (* 1701; † 1773) als Geselle. Das Werk für Golling war sein erstes eigenes Werk, 1765 folgten das (erhaltene) Werk für Lofer und 1767 das (verlorene) Werk für die Wallfahrtskirche Maria Kirchental. 1769, in der Regierungszeit des Fürsterzbischofs Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach, löste er seinen Onkel als Hof-Großuhrmacher ab und übte diese Funktion bis 1804 aus, als sein Sohn Johann Pentele junior diese Aufgabe übernahm.

Johann Pentele senior ist im Tennengau stark mit Neu- und Umbauten vertreten. Mit mindestens acht der 19 erhaltenen historischen Turmuhrwerke des Tennengaus hatte ein Mitglied der Turmuhrenmacherfamilie Pentele zu tun. Sie wohnte und arbeitete von 1734 bis 1826 in Salzburg, ab 1775 im 1772 bis 1788 erworbenen Stubhainshaus (Haus Nr. 96 (heute Kaigasse 3) in der Salzburger Altstadt, in dem heute „Zwettler's Gasthaus“ untergebracht ist. In dessen Erdgeschoss befanden sich seine Werkstatt, in den Etagen darüber seine und seiner Kinder Wohnungen sowie Lehrlingsunterkünfte am Dachboden.

Weitere Werke

Familie

Johann Pentele senior war seit 1772 verheiratet mit Katharina, geborene Speiser[2] (* 1747 in Immenstadt im Allgäu, Bayern; † 28. Juli 1819 in der Stadt Salzburg)[3]. Sie hatten elf Kinder, von denen drei im Säuglingsalter verstarben:

Quellen

  • Quelle MMag. Michael Neureiter, 5. Oktober 2014; „Lange Nacht der Museen“ im Museum Burg Golling: 250 Jahre altes Turmuhrwerk im Blickpunkt
  • Fekesa, Gert: Johann Pentele. Letzter Spross einer Salzburger Uhrmacherdynastie, in: Hoffmann, Robert (Hrsg.): Auf den Spuren von Unbekannten. Zwölf Salzburger Lebensläufe des 19. Jahrhunderts. Salzburg (Stadtarchiv Salzburg) 2007, S. 80f.

Einzelnachweise