Eisenwalzwerk Carl Steiner & Comp.

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Almkanal-Kraftwerksanlage der ehemaligen Eisenwalzwerk Carl Steiner & Comp. in Grödig, es befindet sich westseitig gegenüber der Villa Hartmann.
Gebäudeteile des ehemaligen Eisenwalzwerk Carl Steiner & Comp. am Almkanal in Grödig.

Die Eisenwalzwerk Carl Steiner & Comp., auch Eisenwerk Steiner, in Grödig gehörte der Carl Steiner & Comp. in der Stadt Salzburg.

Geschichte

1792 wurde ein Hammerwerk in Grödig erwähnt.[1] 1852 produzierte das Eisenwalzwerk von Johann Döttl 2 280 Zentner Zain-, Band- und Drahteisen und beschäftigte vier Arbeiter.[2]

1869 wurde Carl Steiner, der in Grödig in der Villa Hartmann wohnte, als Besitzer der Grödigermühle genannt.[3] Am 20. März 1869 gründet Carl Steiner eine Einzelfirma mit der Firmenbezeichnung: "Untersberger Eisenraffinerie in Grödig bei Salzburg"[4][5]

In dem Eisenwalzwerk wurde Eisen zu Gusseisen und Gussstahl in Formen verarbeitet und Eisendraht, Drahtstifte galvanisiert, Lederdraht und Möbelfedern erzeugt.[6] Es wurden auch Auftragsarbeit ausgeführt, wie Metalle Bohren und Drehen, Appreturwerkstätte.

Das 1871 bei der Handels- und Gewerbekammer für das Herzogtum Salzburg registrierte Werk- und Handelszeichen war ein Anker, um den sich der Buchstabe "S" schlingt.[7]

1910 erschien im Verlag von Angerer, C. & Göschl - Wien eine Serie von 17 schwarz-weiß Fotos des Eisenwarenherstellers Carl Steiner, Grödig bei Salzburg. Original Fotografien auf Karton, davon zwei ohne. Circa 17 x 23 cm. Innen- und Außenansichten der Fabrik sowie der Arbeitsvorgänge. Sprache: deutsch.[8]

In der anfangs Hufeisen herstellenden Firma brannte es 1909 und 1912. 1918 kam es zur Gründung der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke. 1920 erfolgte die Einweihung der neu erbauten Zeugstätte der freiwilligen Arbeiter-Feuerwehr der Firma Steiner Eisenwerke.

Etwa 1920 wurde Wertmarken im Wert von 1, 2, 5, 10 und 20 Heller vom Eisenwerk Steiner herausgegeben.[9]

1921 wurde das Eisenhüttenwerk in Grödig, das sechshundert Mitarbeiter beschäftigte, nach einem Streik durch Aussperrung geschlossen.[10][11]

1925 kam es zu einer Explosion eines Gasgenerators und Brand, der durch die Werksfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Grödig gelöscht wurde.[12]

1932 wurde das Eisenwerk von Carl Steiner & Comp. stillgelegt.[13]

Danach wurde es zur „Anker“ Gesenkschmiede und Presswerk.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Franz von Paula Schrank, Abhandlungen einer Privatgesellschaft von Naturforschern und Ökonomen, 1792, Seite 298
  2. ANNO, Neue Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 15. November 1856, Seite 1]
  3. ANNO, Salzburger Zeitung, 16. Februar 1869, Seite 5
  4. ANNO, Wiener Zeitung, 1. April 1869, Seite 17
  5. ANNO, Wiener Geschäftszeitung, 1. April 1869, Seite 3
  6. ANNO, Salzburger Volksblatt, 26. August 1871, Seite 7
  7. [1]
  8. www.abebooks.com
  9. Wertmarke, Eisenwerk Grödig, ca. 1920
  10. ANNO, Salzburger Volksblatt, 20. Juni 1921, Seite 4
  11. ANNO, Salzburger Volksblatt, 28. Juni 1921, Seite 9
  12. ANNO, Salzburger Chronik, 8. Juni 1925, Seite 6
  13. ANNO, Salzburger Volksblatt, 13. Juni 1932, Seite 7