Notgeld

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10 Heller Notgeldschein St. Wolfgang

Das sogenannte Notgeld war Kleingeld in Papierform, das nach dem Ersten Weltkrieg das inflationsbedingte Verschwinden des Hartgeldes (der Metallwert der Münzen überstieg immer mehr ihren nominellen Geldwert) ausgleichen und so den Zahlungsverkehr im Alltag erleichtern sollte.

Herausgeber

Herausgeber dieser Kleingeldscheine waren zuerst die Länder und nachfolgend auch viele Gemeinden. Mit der Gestaltung der Notgeldscheine konnten sich im Bundesland Salzburg Künstler wie Anton Faistauer, der 1920 das Notgeld für die Gemeinde Maishofen entwarf, und Karl Reisenbichler, der die Notgeldscheine für die Gemeinde St. Wolfgang gestaltete, in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit ein bitter benötigtes Zubrot erarbeiten. Auch einzelne Gemeinden erlangten durch die Notgeldausgabe einen Gewinn.

Notgeldausgaben in Pinzgauer Gemeinden

Im Pinzgau legten die Gemeinden Zell am See, Krimml, Rauris, Saalfelden, Bruck an der Großglocknerstraße - damals, vor der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße noch Bruck im Pinzgau genannt - Lofer, Mittersill, das schon erwähnte Maishofen, Lend, Wald und die damals noch bestehende Gemeinde Eschenau, die ja erst 1938 nach Taxenbach eingemeindet wurde, Notgeld auf.

Notgeldausgabeorte in anderen Bezirken

Im Flachgau gaben u. A. die Gemeinde Neumarkt am Wallersee und Obertrum, im Tennengau u. A. die Stadt Hallein Notgeld aus.

Quellen und Literatur