Andreas der Apostel

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Das Bild zeigt den Apostel Andreas als Konsolfigur am Hochaltar der Pfarrkirche zur hl. Anna in Annaberg, der 1752 errichtet wurde. Die Statue dürfte von Johann Georg Hitzl stammen.
Statue des Apostels Andreas in der Stadtpfarrkirche St. Andrä.

Der Apostel Andreas war der Bruder des Simon Petrus, wie dieser von Beruf Fischer und der "erste Apostel".

Gedenktag

Der Gedenktag des heiligen Andreas wird in allen christlichen Kirchen am 30. November gefeiert: Andreas, griechisch „der Mannhafte, Tapfere“, gehörte zum Kernteam Jesu und war von Anfang an mit dabei – als erster Jünger.

Über den Apostel

Andreas war wie sein Bruder Petrus Fischer, die beiden stammten aus Bethsaida. Als Anhänger Johannes des Täufers trafen sie am Jordan auf Jesus: Dabei nahm Andreas den Hinweis des Täufers „Seht, das Lamm Gottes!“ auf und überzeugte seinen Bruder: „Wir haben den Messias gefunden!“ (Johannesevangelium 1. Kapitel).

Im Markusevangelium finden wir die beiden Brüder als Fischer in Kafarnaum. Andreas wird in den vier Evangelien immer wieder genannt, und zwar immer in der Gruppe der ersten Vier von den Zwölfen, und zwar gemeinsam mit Petrus und den beiden - ebenfalls aus Bethsaida kommenden - Jakobus und Johannes.

Der Legende nach verkündete Andreas die frohe Botschaft Jesu Christi in Kleinasien, Thrakien (dem heutigen Bulgarien) und in Griechenland. Auch die Kirche von Georgien gedenkt seiner Ankunft und Missionsarbeit.

In Patras heilte Andreas nach der Überlieferung Maximilla, die Gattin des Statthalters Ägeas, bekehrte sie zum Glauben an Christus und riet ihr eheliche Enthaltsamkeit. Der Statthalter ihn zur Rede. Nach einem langen Disput soll Andreas zu besonderer Pein und langsamem Tod an ein X-förmiges Kreuz gebunden worden sein, an dem er zwei Tage hängte. Ägeas wurde mit Wahnsinn geschlagen und starb, Maximilla ließ Andreas bestatten. Als Todesjahr wird das Jahr 60 überliefert.

356 wurden Andreas’ Gebeine in die Apostelkirche nach Konstantinopel gebracht und 1208 nach Amalfi südlich von Neapel in den Dom S. Andrea überführt. 1462 wurde ein Kopfreliquiar vor den Türken nach Rom gerettet und 1962 nach Patras zurückgegeben, an seiner Echtheit wird gezweifelt.

Andreasnacht

In der „Andreasnacht“ auf den 30. November zogen Kinder maskiert von Haus zu Haus, sangen lustige Verse und wurden beschenkt. Dem Volksglauben zufolge können heiratswillige Mädchen in dieser Nacht den Zukünftigen im Spiegel sehen.

Andreastag

Der Andreastag ist ein Lostag für das Wetter („Schau in der Andreasnacht, was für Gesicht das Wetter macht!“): „Andreasschnee/ tut Korn und Weizen weh!“

Andreas als Patron

Andreas ist u. a. Patron von Russland und Schottland.

Andreas und Salzburg

Im Salzburger Land haben drei Pfarren den Apostel als Kirchenpatron:

Im Tennengau ist der Heilige u. a. in den Pfarrkirchen von Hallein und Kuchl zu finden, ebenso in der Halleiner Bürgerspitalskapelle.

Die Filialkirche St. Pupert bei Weißpriach besitzt in den sehenswerten romanischen Fresken die Darstellung des Martyriums des Andreas. Aus gotischer Zeit stammt in der Blünbachkapelle ein Heiliger Andreas, den Erzherzog Franz Ferdinand hierher brachte. Die Pfarrkirche St. Georg in Goldegg zeigt in einem Fresko um 1330 ebenfalls diesen Heiligen. Die Schlosskapelle Mittersill und die Pfarrwerfener Pfarrkirche St. Cyriak kennen den Heiligen als Bild in den gotischen Flügelaltären. Die Taxenbacher Dekanatskirche zeigt neben einem Altarbild eines kreuztragenden Andreas (1685) in Verwahrung eine mittelalterliche Figur des Andreas, die Stadtpfarrkirche Zell am See einen Heiligen Andreas als Waldmalerei (um 1500). Daneben findet sich der Heilige nicht selten auch in barocken Sakraldarstellungen im Land Salzburg.

Patronzinien am Andreastag

Bilder

 Andreas der Apostel – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

Quellen