Grab des Franz Xaver Gruber

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Das Gruber-Grab in Hallein

Das sogenannte Grab des Franz Xaver Gruber befindet sich im Stille-Nacht-Bezirk in der Halleiner Altstadt in der Bezirkshauptstadt des Tennengaus.

Geschichte

Der am 6. Juni 1863 verstorbene Komponist Franz Xaver Gruber des weltbekannten Weihnachtslieds Stille Nacht in Hallein. Er hatte in Hallein 28 Jahre lang als Organist, Chorleiter und Komponist gewirkt. Im Juni 1863 wurde er im alten Friedhof, der sich um die Halleiner Stadtpfarrkirche befand, begraben. Nachdem dieser Friedhof am 31. Dezember 1880 geschlossen wurde, fanden alle weiteren Bestattungen ab 1. Jänner 1881 auf dem neuen Städtische Friedhof in Burgfried statt. Grubers Grab sowie alle anderen Ruhestätten an der Stadtpfarrkirche verfielen, wurden schließlich eingeebnet und Rasenflächen darüber angelegt wurden. Vor Grubers Wohn- und Sterbehaus gab es sogar jahrelang einen kleinen Obstbaum-Garten.

Nachdem aber sein Weihnachtslied weltweit immer bekannter wurde, erinnerte sich die Gemeinde an Franz Xaver Gruber. Da man aber nicht mehr wusste, wo ganz sich dessen Grab am alten Friedhof befunden hatte, errichtete man einfach ein von unbehauenen Natursteinen eingefasstes, mit einem Natur-Grabstein versehenes Ehrengrab. In der wirtschaftlich schweren Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wurde das Steingrab entfernt. Es entstand ein bescheidenes neues Ehrengrab. Zur Einweihung des Grabes, das nicht einmal eine Grablaterne aufwies, kam sogar der damalige Salzburger Landeshauptmann (wohl Dr. Franz Rehrl) nach Hallein.

Erst eine persönliche Initiative von Odo Stierschneider als damaliger Herausgeber der Halleiner Zeitung, führte dazu, dass das Grab auch Grablaternen erhielt. 2008, Jahre später, setzte sich Stierschneider gemeinsam mit Keltenmuseumsdirektor Mag. Kurt Zeller, ein, dass das Grab wenigstens ein neues, repräsentatives, schmiedeeisernes Grabkreuz bekam. Gespräche mit Schmiedemeister Harter wurden geführt, dann verstarb Anfang Jänner 2009 Mag. Kurt Zeller. Odo Stierschneider verlor seinen Mitkämpfer für eine Aufwertung des vergleichsweise doch äußerst ärmlichen Grabes von Franz Xaver Gruber.

Der Salzschreiber, eine Internet-Plattform von Odo Stierschneider, berichtete im Juni 2014 von einem historisch wertlosen Armengrab, das nicht aus der Zeit des Ablebens Grubers stammt sondern erst viel später errichtet wurde und weiter kritisierte Stierschneider, ... dass sogar die Blumenpflege des Grabes immer wieder auf skandalöse Weise vernachlässigt wird ....

Quelle