Griesgassendurchbruch

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick vom Bürgerspitalplatz auf den Griesgassendurchbruch
Blick von der Griesgasse auf den Griesgassendurchbruch

Der Griesgassendurchbruch bezeichnet die heutige Münzgasse in der Salzburger Altstadt, wo ehedem Gebäude standen.

Geschichte

Bereits 1908 bis 1918 wurden mehrere Straßendurchbruch-Projekte für die linke Altstadt diskutiert.

1950 waren 1 600 Pkw in der Stadt zugelassen. 2002 überquerten bis zu 2 000 Pkw stündlich den Hanuschplatz, 20 000 täglich. Der kurze Griesgassendurchbruch in der Münzgasse Richtung Neutor entsprang dem damaligen Bemühen, die Altstadt möglichst "fahrgerecht" zu machen. Plätze wie der Hanuschplatz mutierten zu Verkehrsflächen, und der ruhende Verkehr okkupierte zunehmend den öffentlichen Raum. Der Residenzplatz war beispielsweise Pkw-Parkplatz und Autobusbahnhof und über den Universitätsplatz fuhren die Obusse. Die Straßenverbindung zwischen Bürgerspitalskirche und Griesgasse sollte eine wesentliche Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bringen, der einige Häuser und ein Teil der Stadtmauer nach Plänen von Architekt Josef Becvar zum Opfer fielen.

Ab 7. Jänner 1953 wurden die Häuser Griesgasse 35 und 37 und Getreidegasse 54 abgerissen. Die Objekte Badergässchen 4, Gstättengasse 2 und Getreidegasse 56 fielen nur zum Teil der Spitzhacke zum Opfer. Der alte Pfarrhof (Getreidegasse 52) war durch Bomben bereits zerstört. Die Pfarrkanzlei befindet sich jetzt im Bürgerspital St. Blasius‎‎. Am 10. Juni wurden bei den Aushubarbeiten von Landesarchäologen Martin Hell Reste des alten Friedhofs der Bürgerspitalskirche St. Blasius freigelegt.

Für die erforderlichen Ersatzwohnungen waren der Wohnhausneubau Ignaz-Harrer-Straße 19 vorgesehen, in dem auch die Polizeiwachstube untergebracht wurde. Am 7. April begann man mit dem Neubau und am 6. August 1953 war dann der Griesgassendurchbruch fertig gestellt. Der Verkehrsfluss in der Altstadt wurde neu geregelt.

Geplant wurde dieser Straßendurchbruch von Architekt Josef Becvar.

Quelle