Großglockner Grand Prix 2015

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Eröffnung des Grand Prix 2015 - für Vergrößerung und Details Bild
historische Rennwagen nehmen in Fusch an der Großglocknerstraße Aufstellung
am Start
Grossglockner Grand Prix 2015 5.jpg
vor der hochalpinen Kulisse der Hohen Tauern
Programm des Großglockner Grand Prix 2015

Der 5. internationale Großglockner Grand Prix für Oldtimer fand vom 24. bis 26. September 2015 im Jubiläumsjahr 80 Jahre Großglockner Hochalpenstraße statt.

Allgemeines

Über 115 Starterteams und Klassiker-Fahrzeuge im Gleichmäßigkeits-Wettbewerb zum Jubiläums-Revival nahmen 80 Jahre, nachdem das erste internationale Großglockner Automobil- und Motorradrennen auf der Großglockner Hochalpenstraße stattgefunden hatte, daran teil.

Aus sieben Nationen kamen die Fahrer, die seltene Fahrzeuge im Millionenwert über 92 Kurven, 14 Kehren und 14 Kilometer Bergstrecke von der Kassenstelle in Ferleiten bis zum Fuscher Törl hinauf pilotieren werden. Marken wie Bugatti, Bentley, Jaguar, Porsche, Mercedes-Benz, Lagonda, BMW sind dabei. Viele Fahrzeuge kamen dabei aus der Zeit der alten Rennen, sind also vor 1939 gebaut worden. 85 Teilnehmer-Oldtimer waren aus dieser authentischen Zeit vor dem Krieg, gemeint vor dem Zweiten Weltkrieg, fünf Fahrzeuge waren sogar in den Rennen damals dabei. Damals starteten auch die Silberpfeile von Audi und Mercedes.

Highlight 2015 war unter anderem eine „Neumann-Neander Fahrmaschine“ – so die Marke – aus dem Jahr 1939; damals mit Startnummer 74 dabei und am Ende sogar Sechstplatzierter. Hier wird die Zeitreise wirklich komplett. Das Fahrzeug ist ein Einzelstück und es gibt weltweit nur noch dieses Exemplar, welches im Grand Prix nächste Woche zu sehen ist.

Die Teilnehmer kamen aus der Schweiz, aus England, den Niederlanden, Italien, Belgien, Deutschland und viele natürlich aus Österreich. Fusch an der Großglocknerstraße war ab 24. September 2015 zum quirligen Fahrerlager – genau wie 1935 als überall im Ort die Rennboliden zu sehen waren.

Großglockner-Erstürmung im Neuschnee mit Rekord-Starterfeld

Vor dem diesjährigen Grand Prix sorgte Schnee mit meterhohen Verwehungen auf der Passstraße für die nötige Spannung und ein Traumpanorama an den Grand-Prix-Tagen. In perfektem Zustand präsentierte sich die routiniert-geräumte Straße am Freitag und Samstag. In Ferleiten an der Kassenstelle entstand ein großes Fahrerlager für die Teams und letzten Vorbereitungen des Wettbewerbs. Fahrzeuge im zweistelligen Millionenwert waren zu sehen, es wurde geschraubt, Benzin geredet und mit großem Interesse die Streckenkarte studiert. Schließlich ging es in vier Auffahrten darum die exakt gleiche Zeit zu absolvieren. Die Teams legen sich nach einer Besichtigungsfahrt (Training) eine Zeit vor und bestätigen diese bei weiteren Auffahrten mehrmals. Mehr als 2 000 Besucher kamen an den Grand-Prix Tagen ins Fahrerlager um einmalige Fahrzeuge zu bestaunen und bei den Starts ehrfurchtsvoll und voller Begeisterung den Wagen zuzusehen.

Den Startschuss des diesjährigen Grand Prix gaben Hannes Schernthaner, Bürgermeister der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße, Josef Schachner, Bürgermeister der Gemeinde Heiligenblut am Großglockner, Thorsten Weinelt, Leiter der Wealth Management Deutschland Hypovereinsbank – Unicredit Bank AG, Rudolf Hollaus, Obmann der Tourist Information Großglockner-Zellersee und der technische Direktor der Großglockner Hochalpenstraßen AG, Thomas Noel. Organisiert wurde die Veranstaltung in einer Kooperation der Großglockner Hochalpenstraßen AG mit dem Klassik-Koordinator und Veranstalter Marcus Herfort.

Den Schwerpunkt des Grand Prix bildeten in diesem Jahr die authentischen Fahrzeuge der ersten drei Ursprungsrennen 1935, 1938 und 1939 und sogar der originale Siegerpokal aus 1938 wurde wieder zurück an den Berg gebracht und war zu bestaunen. Bugattis, MGs, BMW, Bentleys, Jaguars sowie Rileys und Alvis´ repräsentierten ein Starterfeld mit 80 Fahrzeugen der Baujahre bis 1939 – passend zum 80. Jubiläum. Für die jüngeren Baujahren standen Porsche 906 Carrera, 911 RS, 356 und ein unrestaurierter Porsche aus den 1950er Jahren, der in Alaska in einer Scheune nahe einer Eskimo-Siedlung gefunden wurde – und der sich im Neuschnee der Berge sichtlich wohl fühlte. Mercedes-Benz Flügeltürer in Rennausführung waren zu sehen, schnelle Alfa Romeos und Fiat Abarths und Jaguar E-Type sowie die seltenen Veritas Rennwagen vom Nürburgring aus Deutschland.

Für die Teams war der Einsatz im Revival im Pinzgau ein Höhepunkt im Jahreskalender der historischen Motorsport-Veranstaltungen und mit seinen kniffeligen Straßenverhältnissen eine ganz besondere Herausforderung, die alle problemlos meistern konnten.

Den Gesamtpreis „Großer Preis von Österreich“ konnte das Team Jens Schnückel und Hartmut Nikolaus mit einem Fiat 2300 S Coupe mit schneller Fiat-Abarth Motorisierung aus dem Jahr 1963 einfahren. In drei Läufen betrug bei diesem Siegerteam die Gesamtabweichung nur 67 Zehntel. Eine exakte Gleichmäßigkeitsleistung auf 14 Kilometer Strecke, bei der Nebelschwaden stellenweise das sprichwörtliche Salz in der (Nebel)-Suppe waren. Ansonsten war die Strecke geräumt, hier und da noch etwas nass aber sehr gut zu befahren. Das Wetter grundsätzlich blieb trocken und optimal.

Rückblick auf das Programm

Gestartet wurde, nach dem Check-in-Tag am Donnerstag in Fusch im Ortskern, am Freitag, den 25. September ab 15:30 Uhr an der Kassenstelle in Ferleiten. Der erste Lauf dauerte an diesem Tag bis 17:30 Uhr. Am Samstag, den 26. September ging es um 09:00 Uhr zum nächsten Lauf und um 16:00 Uhr zum letzten Lauf in der Wertung um den „Großen Preis von Österreich“ – eine mächtige Silbertrophäe.

Am Freitag, den 25. September lockte abends – zur Halbzeit der Wettbewerbe – im Ortskern von Fusch am Multihaus ein bunter „Fuscherabend“ als Fahrer- und Besucherparty mit Festzelt die Interessierten ab 20:00 Uhr. Hier waren viele der Fahrzeuge ausgestellt, es wird „gefachsimpelt“ und die Teilnehmer-Teams freuen sich auf die Begegnung mit Gästen und Neugierigen aus der Region. Die Trachten-Musikkapelle spielte und es gibt zusätzlich Vorführungen des Heimatvereins.

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Weblinks

Quelle