Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

Großglockner Automobil- und Motorradrennen

über das erste Rennen 1935, 2:30 min Video
Mario Tadini auf Alfa Romeo von der Scuderia Ferrari, Sieger 1935
1935: Martin Schneeweiß aus Wien in der Klasse über 500 cm³
1935: Scuderia Ferrari, Fahrer Carlo Pintacuda, Modena, Italien, auf Alfa Romeo 3000, Sieger der Klasse bis 3 000 cm³

Die Großglockner Automobil- und Motorradrennen waren motorsportliche Wettkämpfe auf der Großglockner Hochalpenstraße in den Jahren 1935, 1938 und 1939.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der „Großen Bergpreise“ in Österreich

Motorsportliche Bergrennen gibt es seit etwa 1900 in ganz Europa. Was auf Rundstreckenrennen die Grand Prix sind, sind auf Bergrennstrecken die „Großen Bergpreise“. Sie gab es in Deutschland und Österreich. Bergrennen an sich jedoch auch in Italien, der Schweiz und Frankreich. 1899 fand beispielsweise das erste Bergrennen auf den Semmering () statt. Durch den Ersten Weltkrieg kam es zunächst einmal zu keinen weiteren Bergrennen mehr. In den 1920er-Jahre gab zwar dann auch in Österreich wieder Bergrennen, wie auf den Exelberg bei Wien, weitere Semmering Bergrennen, das Gaisbergrennen bei Salzburg (seit 1929) und andere. Aber es gab kaum große internationale Bergrennen wie es sie in dieser Zeit beispielsweise in der Schweiz (Klausenpassrennen seit 1922) oder in Deutschland (Schauinsland bei Freiburg im Breisgau seit 1923) gab.

Erst mit dem Gaisbergrennen ab 1929 (das bis 1933 stattfand und dann erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg) und 1935 mit dem ersten internationalen Großglockner Bergrennen fanden wieder zwei europaweit bekannte Bergrennen in Österreich statt. Diese hießen damals aber noch nicht „Großer Bergpreis“, sondern „Internationale Bergrennen“.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, 1957, fand am Gaisberg bei Salzburg namentlich der erste Große Bergpreis von Österreich mit internationaler Beteiligung statt. Dieses Gaisbergrennen war sowohl für Automobile (dreizehn Mal) als auch für Motorräder (vier Mal) ausgeschrieben.

Wenn auch die Bezeichnung „Großer Bergpreis von Österreich“ vor dem Zweiten Weltkrieg noch nicht in Verwendung war, so können die Bergrennen in Salzburg am Gaisberg und am Großglockner durchaus schon als solche bezeichnet werden. Alle drei Bergrennen auf der Großglockner Hochalpenstraße waren sowohl für Automobile als auch für Motorräder ausgeschrieben.

Der „Große Bergpreis von Österreich“ auf der Großglockner Hochalpenstraße

Gerade die Großglockner Hochalpenstraße als zentraler Alpenübergang bot dann neben der touristischen Zielsetzung, der Funktion als Alpentransitstrecke, auch die Möglichkeit für Österreich, eine Bergrennstrecke zu schaffen, die internationalen Anforderungen entsprach.

Die Rennstrecke

Als nach fünfjährigem Bau der Großglockner Hochalpenstraße im Jahre 1935 diese Nord-Süd-Strecke fertig gestellt war, fand das erste internationale Großglockner-Rennen am 4. August 1935 statt, nur einen Tag nach der feierlichen Eröffnung der Straße. Es sollten noch zwei weitere folgen, 1938 und 1939; sie trugen der politischen Entwicklung entsprechend bereits den Namen „Großer Bergpreis von Deutschland“.

Das Internationale Bergrennen 1935

Beim ersten Rennen gab die Prominenz des österreichischen Motorsports eine mächtige Demonstration ihrer Präsenz. So waren u.a. der Führer der Oesterreichischen Sport- und Turnfront, Vizekanzler Ernst Rüdiger Fürst Staremberg, der Generalsekretär der Sport- und Turnfront, Baron Theobald Syfferitz, der Gruppenführer für den Motorsport, Vizepräsident des Oe.A.C.[1], Arthur Graf Pachta-Rayhofen, der Präsident des Wiener Automobil-Clubs, Oberbaurat Ing. Dr. Quidenus, der Präsident des Oe.A.C., seine Exzellenz Alexander Graf van der Straten-Ponthoz und andere angereist.

Von Salzburg waren u.a. der Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, der Erbauer der Straße, Hofrat Franz Wallack, der Präsident des Salzburger Automobil Clubs, Baron Franz Preuschen, Rennleiter Justizsekretär Franz Stengl und der Generalsekretär des Salzburger Automobil Clubs, Ing. Botho Graf Coreth dabei.

Trotz politischer Probleme (1000-Mark-Sperre) nahmen am ersten Rennen 1935 viele ausländische Automobilrennfahrer teil: der Schweizer Christian Kautz auf Alfa Romeo, der Franzose Pierre Rey auf Bugatti, Carlo Pintacuda und Mario Tadini von der Scuderia Ferrari auf Alfa Romeo, der Deutsche Bobby Kohlrausch auf 745 cm³ MG, Roy Seaman aus England, London, auf E.R.A, der Zürcher Max Christen auf Maserati.

Bei den Motorradfahrern war die Situation umgekehrt: hier stellten die Österreicher das Gros mit den bergerfahrenen Martin Schneeweiß, Michael Geyer, Hermann Deimel und Otto Steinfellner an der Spitze, während nur wenige Ausländer teilnahmen.

Damen beim Rennen

Auch Damen nahmen an diesem ersten internationalen Bergrennen teil: bei den Automobilen war es Miss Eileen Ellison auf Bugatti. Sie erreichte in der Rennwagenklasse bis 1 500 cm³ eine sehr beachtenswerte Zeit, platzierte sich ehrenvoll und erhielt den Damenpreis.

Bei den Motorrädern war es Marie Wachter aus Bürs, Vorarlberg, Österreich, auf Puch 250 cm³, die als erste bei den Motorradklassen startete. Allerdings schied sie im Laufe des Rennens aus.

Der Rennverlauf

4. August 1935: Auf der anfangs noch regennassen, 19,5 Kilometer langen, damals noch größtenteils aus gewalzter Sandstraße bestehenden Strecke gewann bei der 250-cm³-Klasse der Italiener Bianchi auf seiner Miller Balsamo (der Schnellste war eigentlich der Salzburger Ludwig Zangerl auf Rudge gewesen, er wurde aber wegen eines Regelverstoßes disqualifiziert); in der 350-cm³-Klasse gewann der Wiener Hermann Deimel auf Velocette mit einem Schnitt von 72,7 km/h; in der Halbliterklasse war Michael Gayer, ebenfalls ein Wiener, auf seiner Werks-Husqvarna-Zweizylinder erfolgreich und kam auf 75,4 km/h im Schnitt. Die schnellste Motorradzeit absolvierte der damals noch nicht auf Sandbahnen spezialisierte Martin Schneeweiß, ebenfalls aus Wien, in der Klasse über 500 cm³. Mit seiner Austro Omega (600 cm³ JAP Motor) schaffte er einen Schnitt von 76,55 km/h, was einer Zeit von 15:17,57 Minuten entsprach.

Bei den Automobilen gelang die beste Sportwagenzeit dem Italiener Carlo Pintacuda, dessen von der Scuderia Ferrari stammender Alfa Romeo einen Schnitt von 76,7 km/h (15:15,69 Min.) hinlegte, nur knapp zwei Sekunden schneller als der schnellste Motorradfahrer. Höhepunkt bei den Rennwagen war die Fahrt von Mario Tadini, der mit seinem Alfa Romeo, ebenfalls von der Scuderia Ferrari, in einer Zeit von 14:42,74 Minuten (79,59 km/h) hinauf schoss.

Trotz des Fernbleibens der damals im Zenit des allgemeinen Interesses stehenden Marken Auto Union und Daimler Benz war das Großglocknerrennen 1935 ein glanzvolles Ereignis.

Das erste Großglockner Bergrennen wurde noch in Fusch an der Großglocknerstraße gestartet. Die beiden anderen dann erst ab der Mautstelle Ferleiten.

Ergebnislisten

Motorräder
  • Klasse bis 250 cm³:
1. Ludwig Zangerl, Salzburg, auf Rudge (17:18,09 min. - 67,6 km/h - wurde wegen Regelverstoß nachträglich disqualifiziert)
2. R. Bianchi, Mailand, Italien, auf Miller Balsamo (17:59,17 min.)
3. Hermann Mäser, Vorarlberg, auf DKW (18:32,71 min.)
4. Franz Novotny, Wien, auf Puch (18:24,92 min.)
  • Klasse bis 350 cm³:
1. Hermann Deimel, Wien, auf Velocette (16:05,71 min. = 72,7 km/h)
2. Otto Steinfellner, Wien, auf NSU (16:12,23 min.)
3. Hubert Hubmann, Graz, auf Velocette (16:42,04 min.)
  • Klasse bis 500 cm³:
1. Michael Gayer, Wien, auf Husqvarna (15:30,98 min. = 75,4 km/h)
2. Josef Hofmann, Salzburg, auf Sarolea (16:45,16 min.)
3. Otto Ceconi, Villach, auf Norton (17:00,63 min.)
  • Klasse bis 1 000 cm³:
1. Martin Schneeweiß, Wien, auf Austro Omega (15:17,57 min. = 76,7 km/h)
2. Hans Kaufmann, Zürich, Schweiz, auf NSU (15:25,66 min.)
3. Anton Untermarzoner, Innsbruck, auf NSU (16:01,79 min.)
4. Wilhelm Melichar, Wien, auf BMW (17:04,32 min.)
  • Klasse Beiwagen bis 600 cm³:
1. Hans Stärkle, Basel, Schweiz, auf NSU (16:31,82 min. = 70,8 km/h)
2. Gyula Phato, Budapest, Ungarn, auf NSU (18:59,14 min.)
3. Georg Müller, Wien, auf Gillet Herstal (35:59,34 min)
Automobile
  • Klasse bis 1 500 cm³
  1. genannt von Johnny Graf Lurani-Cernuschi aus Italien, Fahrer Strazza, Maserati 1500, 16:09,74 min.
  • Klasse bis 3 000 cm³
  1. Scuderia Ferrari, Fahrer Carlo Pintacuda, Modena, Italien, auf Alfa Romeo 3000
  2. Zdenek Pohl, Libneves, Tschechoslowakei, auf Bugatti 2300
  3. Carl von Pretz, Bozen, Italien, auf Alfa Romeo 2600
  4. Ing Wilfried Proskowetz, Kvasice, Tschechoslowakei, auf Bugatti 2286
  5. Graf Francois de Bremond, Paris, Frankreich, auf Alfa Romeo 3000
  6. Paul Cocange, Angleur lez Liege, Belgien, auf Bugatti 2300
  7. Johann von Biro, Budapest, Ungarn, auf Alfa Romeo 2300

Nicht gestartet oder gewertet: Dr. Ing. Karl Imhof, Böckstein, auf Bugatti 2300

  • Kategorie A, Rennwagen bis 1 100 cm³
  1. Bobby Kohlrausch, München, Deutschland, auf MG 745
  2. Zdenek Pohl, Libneves, Tschechoslowakei, auf MG 745
  3. Harry Herkuleyns, Amsterdam, Niederlande, auf MG 746
  4. Robert Fleischanderl, Waidhofen an der Ybbs, Österreich, auf Amilcar 1100
  • Kategorie A, Rennwagen bis 1 500 cm³
  1. R. Seaman, London, Großbritanien, auf E.R.A. 1500
  2. Hans Keßler, Zürich, Schweiz, auf Maserati 1500
  3. genannt vom Könglich-Ungarischen Automobilclub, Fahrer Alexander Wilheim, Budapest, Ungarn, auf Bugatti 1495
  4. Miss Eileen Ellison, Great Shelford, Großbritanien, auf Bugatti 1496
  5. Alexander James Cormack, Edinburgh, Schottland, auf Alta 1496
  6. Gigi Platé, Genua, Italien, auf Talbot 1500
  • Kategorie A, Rennwagen bis 2 000 cm³
  1. Max Christen, Zürich, Schweiz, auf Maserati 2000
  2. Black - keine weiteren Daten im Moment bekannt
  3. Nereo Pertile, Padua, Italien, auf P.N. 2000
  4. Hans Muschik, Wien, auf Bugatti 1995

Der „Große Bergpreis von Deutschland“

Die 1938 und 1939 folgenden Veranstaltungen brachten zwar die großen Werksrennställe aus Deutschland an die Großglocknerstraße, doch wurde die Atmosphäre durch schlechte Wetterverhältnisse stark beeinträchtigt. Auch blieben die Starterzahlen in bescheidenen Grenzen. Bergkönig Hans Stuck auf Auto Union, Hermann Lang auf Mercedes-Benz und Manfred von Brauchitsch waren bei den Automobilen dabei, Ewald Kluge auf DKW, der Österreicher Leonhard Fassl auf NSU traten neben vielen Teilnehmern des ersten Rennens in diesen Jahren an den Start.

Rennen 1938

Hans Stuck 1938 im Rennwagen Auto Union Typ C Spezial-Bergrennwagen
Hans Stuck 1938 im Rennwagen Auto Union Typ C Spezial-Bergrennwagen
"KdF"-Wagen 1938 auf der Glocknerstraße
"KdF"-Wagen 1938 auf der Glocknerstraße

Die wichtigsten Ergebnisse von Rennen am 28. August 1938 bei den Motorrädern: Ewald Kluge wurde deutscher Bergmeister in der 250-cm³-Klasse auf DKW mit einem Schnitt von 68,46 km/h (das schlechte Wetter verhinderte neue Rekordzeiten) vor Gablenz (D) und Toni Magnus (A). Er schlug mit seiner Viertellitermaschine die 350er und 500er! Die 350-cm³-Klasse gewann der Deutsche Siegfried Wünsche auf DKW, die 500-cm³-Klasse vor Hofmann aus München auf DKW.

Huschke von Hanstein auf BMW (mit zwei Litern Hubraum) wurde als dritter der Klasse bis 2 000 cm³ mit einem Schnitt von 65,77 km/h deutscher Sportwagen-Bergmeister, da die beiden vor ihm platzierten Teilnehmer aus England und Rumänien stammten; Hans Stuck auf Auto Union deutscher Rennwagen-Bergmeister mit einem Schnitt von 74,40 km/h, gefolgt von Hermann Lang auf Mercedes-Benz und Manfred von Brauchitsch, ebenfalls auf Mercedes-Benz.

Übrigens wollte man 1938 zunächst das Rennen wieder von Fusch bis auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe in 2346 m ü. A. fahren – 33,5 km: Von Fusch bis zum Fuscher Törl (19,6 km) als ersten Lauf, dann eine neutralisierte Strecke und als zweiter Lauf die Strecke von Guttal zur Franz-Josefs-Höhe (7,4 km). Aber wegen Schlechtwetter gab es ungenügende Trainingsmöglichkeiten, und so entschied die ONS (Oberste Nationale Sportkommission) unter Leitung von Korpsführer Hühnlein, dass das Rennen in zwei Läufen nur von der heutigen Mautstelle Ferleiten bis zum Fuscher Törl (12,6 km) stattfinden sollte.

Stielaugen machten die „Ostmärker“ beim Glockner Rennen 1938, als ein blaues Automobil, ein ganz normaler Tourenwagen, noch nie dort gesehen, lustig die Großglockner Rennstrecke hinauf brummte. Der Lautsprecher gab bekannt, dass dieses Fahrzeug für die 12,5 km lange Rennstrecke 21:54,4 Min benötigte und einen Schnitt von 34,5 km/h erreichte. Gänzlich ohne zu kochen, gänzlich ohne nach Kühlwasser zu lechzen. Am Steuer saß Prof. Ferdinand Porsche, und das Automobil war der „KdF-Wagen“, Deutschlands Volkswagen!

Rennen 1939

Schon die Trainingstage waren verregnet. Am Renntag selbst, den 6. August 1939, zeigte sich der Großglockner von seiner schlechtesten Seite: starke Regenfälle, Gewitter, Sonnenschein und Nebel wechselten sich den ganzen Tag über ab. Der Nebel wurde teilweise so dicht, dass die Sichtweite unter 20 Meter lag.

Bei den Motorrädern siegte in der Klasse bis 250 cm³ der Wiener Martin Schneeweiß auf DKW mit einem Schnitt von 63,04 km/h, die 350-cm³-Klasse gewann Leonhard Fassl, ebenfalls aus Österreich, auf NSU. Bei den 500ern behauptete sich der Sieger des ersten Laufes, Georg Mittenwald auf DKW, mit einem Schnitt von 66,85 km/h.

Das wirklich miserable Wetter drückte sich auch in den Zeiten aus. Erster Lauf: In der Rennwagenklasse bis 1 500 cm³ fuhr Rocco (I) auf einem der fünf gestarteten Maserati einen Schnitt von 78,13 km/h. Höhepunkt des ersten Laufes waren jedoch die ganz großen Rennfahrer seinerzeit. Müller auf Auto Union erreichte einen Schnitt von 84,86 km/h vor Hans Stuck, Auto Union (84,70 km/h) und Hermann Lang, ebenfalls auf Mercedes-Benz, mit 84,73 km/h.

Dann der zweite Lauf: Rocco (I) behielt seinen ersten Platz, aber nur mehr mit einem Schnitt von 69,53 km/h. Müller – 65,19 km/h, Stuck – 65,10 km/h, Lang – 67,45 km/h (er wurde an diesem Tag auch Gesamtsieger und deutscher Bergmeister),von Brauchitsch – 60,68 km/h.

Wenig später brach der Krieg aus.

Ergebnislisten
Motorräder
  • bis 250 cm³
  1. genannt von Auto Union AG, Chemnitz, Fahrer Ewald Kluge, auf DKW, 22:05 min.
  2. Hermann Gablenz, Karlsruhe, auf DKW
  3. Toni Magnus, Salzburg, auf DKW
  • bis 350 cm³
  1. genannt von Auto Union AG, Chemnitz, Fahrer Siegfried Wünsche, auf DKW, 23:12,1 min.
  2. genannt von Auto Union AG, Chemnitz, Fahrer Walfried Winkler, auf DKW
  3. Franz Ellensohn, Feldkirch, auf Norton

Im Starterfeld war auch Josef Peppi Jung aus Salzburg.

  • bis 500 cm³
  1. Sepp Hofmann, Salzburg, auf BMW, 24:38 min.
  2. genannt von Auto Union AG, Chemnitz, Fahrer Johannes Bungerz, auf DKW
  3. L. Burkhardt, Mainleus, auf BMW
Automobile
  • Sportwagen bis 1 100 cm³
  1. T. Neumaier, Busenbach, auf BMW
  2. A. Reichenwalner, München, auf Fiat
  • Sportwagen bis 1 500 cm³
  1. Emil Vorster, Rheydt, BMW
  2. A. Rosenhammer, Dessau, BMW
  • Sportwagen bis 2 000 cm³
  1. genannt von den Bayerischen Motorenwerke AG, Fahrer A. F. P. Fane, auf BMW
  2. Petre Cristea, Rumänien, BMW
  3. Fritz Huschke von Hanstein, Hausneindorf, BMW
  • Sportwagen mit Kompressor bis 2 000 cm³
  1. H. von Walther und Croneck, Kapatschütz, auf BMW
  2. G. Schmidtseifer, Milspe, auf Alfa Romeo
  • Rennwagen über 3 000 cm³
  1. genannt von Auto Union AG, Chemnitz, Hans Stuck, auf Auto Union
  2. genannt von Daimler-Benz AG, Stuttgart-Untertürckheim, Fahrer Hermann Lang, auf Mercedes-Benz
  3. genannt von Daimler-Benz AG, Stuttgart-Untertürckheim, Fahrer Manfred von Brauchitsch, auf Mercedes-Benz

Die Großglockner-Rennen nach 1945

Der Großglockner wurde nie mehr im Renntempo erstürmt. Viel zu dicht ist heute der Ausflugsverkehr geworden, als dass man diese Straße über ein Wochenende sperren könnte. Auch würden die Sicherheitsanforderungen mit den Gegebenheiten nicht mehr in Einklang zu bringen sein. Doch die großen Bergrennen an dieser berühmten Strecke sollten nicht der Vergessenheit anheim fallen.

So kam es schon einmal zu einem Wiedersehen mit dem Motorsport auf dem Großglockner: 1985 kamen anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Straße etwa 100 Automobile und Motorräder aus der Zeit vor 1940. So war auch Hans Herrmann mit dem Mercedes-Benz W196, dem „Silberpfeil“, gekommen.

Die Großglockner Trophy für historische Rennmotorräder

Eine Neuauflage der Motorradrennen gibt es in geänderter Form seit 2002. Die Großglockner Trophy für historische Rennmotorräder bis Baujahr 1961 findet seither alle zwei Jahre statt. Die als Gleichmäßigkeitsveranstaltung durchgeführte Trophy fand in Erinnerung an den 2001 verstorbenen Rennprofessor Prof. Dr. Dkfm. Helmut Krackowizer drei Mal (2002, 2004 und 2006) als Memorial an den Rennprofessor statt. Seit 2008 heißt es nur mehr Großglockner Trophy.

Der Großglockner Grand Prix

Der Großglockner Grand Prix ist eine historische Motorsportveranstaltung auf der Großglockner Hochalpenstraße, die im September 2012 zum ersten Mal stattfand.

Weblinks

Quellen

Fußnoten

  1. Österreichischer Automobil Club, wie er damals noch hieß