Hans Eckl

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Hans Eckl

Hans Eckl (* 4. März 1920 in Lochen, Oberösterreich; † 22. Juli 2015) war 40 Jahre lang Jugendleiter bei Austria Salzburg.

Leben

Eckl übersiedelte früh mit seinen Eltern nach Salzburg. Er hat zugeschaut, wie in der Siebenstädterstraße der erste Austria-Platz gebaut wurde. Bald trat er dem Allroundverein bei – als Radrennfahrer. Zum Fußball kam er auf Funktionärsebene und blieb 40 Jahre lang Jugendleiter. In seine Ära fällt der erste nationale Meistertitel (Jugend 1974) der violetten Geschichte.

Vorgestellt

Mithilfe einer Grundwasserpumpe wurde kühles Nass in einen ausgehöhlten Baumstamm geleitet – fertig war die Waschstelle für verschwitzte Fußballspieler. Nicht in einem versteckten Gebirgstal, sondern mitten im Salzburger Stadtteil Lehen.

Es waren die frühen Tage der 1933 gegründeten Austria Salzburg. Befüllt hat den Baumstamm der junge Hans Eckl. Er war im Gründungsjahr der Violetten 13 Jahre alt. 2009, in seinem 90. Lebensjahr, ist Eckl für die Fans der Austria ein hochverehrtes Bindeglied zur traditionsreichen Klubgeschichte. Diese Epoche endete 2005 mit dem Einstieg von Red Bull.

Im Durchmarsch zurück nach oben haben die neu formierten Violetten die 1. Landesliga erreicht. "Dass Red Bull 2008/2009 Meister geworden ist, hat mich natürlich gefreut", sagt Johann Eckl, "aber ich vermisse eine Seele in diesem Klub." Eckls Sportwelt bleibt violett gefärbt.

Über vierzig Jahre lang hat er in Lehen als Jugendleiter gewirkt und dabei so manchen Strauß ausgefochten. Eckl: "Der Horst Hirnschrodt war U21-Trainer und hat mir immer die besten Junioren abgezogen. Sicher war das so vereinbart. Aber bei ihm sind sie auf der Bank gesessen, mir haben sie gefehlt."

Dabei rannte Eckl in seiner Jugend nie dem Fetzenlaberl nach. Erste Sportkontakte gab es mit Autorennfahrern. Zu den Gaisbergrennen hatten Stars wie Manfred von Brauchitsch oder Rudolf Caracciola ihre Autos in der Mercedes-Niederlassung seines Vaters abgestellt. Dann erwachte bei Eckl die Liebe zum Radsport.

Zur aktuellen Dopingdebatte sagt er: "Wennst etwas erreichen willst im Radsport, musst was nehmen. Die Frage ist nur, was. Das war zu meiner aktiven Zeit auch schon so. Was ich Traubenzucker genommen habe, wäre heute alles verboten. Es stehen heute zu viele Substanzen auf der Dopingliste."

Nach der Radkarriere kniete sich Eckl in die Materie Fußball hinein. Den legendären Austria-Präsidenten Karl Sachs unterstützte er im Büro und als Jugendleiter der Violetten fand er seine Lebensaufgabe. Viele einstige Talente erinnern sich heute noch die ausgedehnten Waldläufe mit dem Eckl Hans.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Othmar Behr)