Hans Pontiller

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Hans Pontiller (* 2. Februar 1887 in Jenbach, Tirol; † 11. Dezember 1970 in Innsbruck, Tirol) war ein Tiroler Bildhauer, der von 1924 bis 1928 in Salzburg lebte und wirkte.

Leben

In seiner Jugend wurde Hans Pontiller zu einem Kunsttischler nach Schwaz in Tirol in die Lehre gegeben. Hier entwickelte er bereits eine große Liebe zum Schnitzen von Krippenfiguren. Als Sechzehnjähriger lernte er in Schwaz den Maler Emanuel Raffeiner und besonders den Bildhauer Ludwig Penz kennen. Von Penz erhielt er vor allen die Ermunterung, doch Künstler, Bildhauer zu werden.

1909 trat er in die Gewerbeschule zu Innsbruck ein, 1910 ging er an die Kunstgewerbeschule in Wien.

Von 1924 bis 1928 war Pontiller als frei schaffender Künstler in Salzburg tätig.

Zu Beginn des Jahres 1929 wurde Pontiller Lehrer für Bildhauerei an der Bundesgewerbeschule zu Innsbruck.

Werk

(unvollständig)

Der Schwerpunkt des Werkes Hans Pontillers liegt im Bereich der religiösen, christlichen Kunst, wobei auch seine Liebe zur Schnitzerei zur Geltung kam.

Allegorische Statuen „Helfen“ (1928)

Salzburger Zeit

Späteres Schaffen

Bald nach Antritt seiner Lehrerstelle (1929) begann Pontiller mit mehreren Schülern, eine vier Meter lange Weihnachtskrippe zu schaffen, die später in der Dollfuß-Gedächtniskirche in Wien aufgestellt wurde.

Weitere Werke waren

  • die Plastik „Stehende Pietà“ (1944),
  • die Statue des hl. Nikolaus von der Flüe (1945),
  • Kruzifix mit Engeln (1952, heute auf dem Grabmal Pontillers auf dem Innsbrucker Westfriedhof),
  • Kruzifix in Eiche für die Herz-Jesu-Kirche in Innsbruck (1954),
  • Pietà für die Saggenkirche in Innsbruck (1955),
  • Der Gute Hirte, im Pfarramt von Innsbruck-Wilten (1955),
  • Der Schmerzensmann (1955),
  • Christus auf dem Palmesel (1956; Museum Ferdinandeum, Innsbruck),
  • Plastiken Johannes und Laurentius (1957),
  • Maria mit dem Kinde im Strahlenkranz in der Bergiselgedächtniskapelle zu Innsbruck (1959), wohl das berühmteste seiner Marienbilder.

Auch Glockenreliefs schuf er, so für Glocken der Pfarrkirche von Finkenberg im Zillertal.

Quellen

  1. „Der Festspielbezirk als Einheit“ auf hirsch.cosy.sbg.ac.at; DEHIO Salzburg. Die Kunstdenkmäler Österreichs. SALZBURG Stadt und Land. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1986. ISBN 3-7031-0599-2 (hier: S. 575).
  2. DEHIO Salzburg, S. 638.
  3. DEHIO Salzburg, S. 624.
  4. DEHIO Salzburg, S. 638.

Bilder vom Kieselgebäude