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Helmut Hierner

Helmut Hierner (* 1939) stammt aus Zell am See und ist ein vielseitig engagierter Zeller Bürger.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Helmut Hierner wuchs in einer Kaufmannsfamilie, die am Zeller Stadtplatz ein Lebensmittelgeschäft führte, auf. Nach dem Besuch der Handelsakademie Salzburg lockte ihn die weite Welt. Das Geschäft der Eltern wollte er nicht übernehmen. Helmut Hierner arbeitete zuerst sechs Monate als Küchenhelfer auf einem Passagierschiff, das den Nordatlantik befuhr und war dort hauptsächlich mit Erdäpfelschälen beschäftigt. Anschließend war er neun Monate lang als Schwarzarbeiter in einem Pariser Hotel tätig, um Französisch zu lernen.

Als die Eltern angesichts seines Desinteresses überlegten, das Geschäft zu verkaufen, übernahm Helmut Hierner 1964 doch den elterlichen Betrieb. Er eröffnete eine Filiale im Stadtteil Schüttdorf und eine in Mittersill. Als die Supermärkte aufkamen, verkaufte er seine Geschäfte 1978 an die Konsum Union. Lediglich das Stammhaus am Zeller Stadtplatz blieb in seinem Besitz. Er baute das Haus um und machte aus dem Lebensmittelgeschäft einen Geschenkartikelladen, den er bis 2011 selbst führte.

Nebenher engagierte sich Helmut Hierner im Tourismusverband Zell am See, wurde Mitbegründer der Zeller Werbegemeinschaft und war für die ÖVP im Gemeinderat Zell am See tätig, bis ihm die Partei wegen seines Abstimmungsverhaltens eine andere Beschäftigung nahelegte.

Sport und andere Hobbys

Privat war Helmut Hierner als Kind und Jugendlicher ein begeisterter Skifahrer und die damals noch bestehende Köhlergrabenschanze im Zeller Köhlergraben ermöglichte ihm auch das Skispringen. Im Jahr 1963 gewann er den regional berüchtigten Trasslauf, der von der Schmittenhöhe über die „Trass“ genannte steile und schwierige Piste in das Tal führt. Schon als Kind begeisterte sich Helmut Hierner aber auch für Pferde, Reiten und Gespannfahren. Pferdefuhrwerke gehörten in seiner Kindheit noch zum alltäglichen Stadtbild und auf dem zugefrorenen Zeller See konnte er auch Pferderennen beobachten. In den 60er-Jahren lernte Helmut Hierner reiten. Da aber in der damaligen Zeit für den Reitsport keine Infrastruktur gegeben war, gründete er zusammen mit seinen Schulkollegen Gerd Porsche und Hugo Scholz 1967 den Porsche-Reitclub Zell am See. Die Familie Porsche errichtete in Schüttdorf eine Reithalle und der Club hat seither zahlreiche, auch mit internationalen Größen wie Hugo Simon besetzte Turnier-Veranstaltungen durchgeführt.

1978 wollte man das Trachtenschlittenfahren wieder aufleben lassen, was gar nicht leicht war. Der Pferdebestand hatte durch die Motorisierung der Landwirtschaft rapide abgenommen und Helmut Hierner musste von Bauer zu Bauer pilgern, um Teilnehmer zu finden.

Wie nicht anders zu erwarten steckt Helmut Hierner auch maßgeblich hinter dem zum Bauernfeiertag Maria Lichtmess am 2. Februar 2014 veranstalteten Pinzgauer Trachtenschlitten- und Brauchtumsfest. Eine weitere große Leidenschaft des Zellers ist das Aquarell malen.

Weblink

Quellen