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Imbachhorn

Das Imbachhorn Ende August 2011 in einer Zoomaufnahme von Schüttdorf

Das Imbachhorn ist ein Berggipfel in den Hohen Tauern, der zwischen dem Fuscher Tal und dem Kapruner Tal liegt.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Beschreibung

Das Imbachhorn ist 2 470 m ü. A. hoch, liegt in der Mitte zwischen dem Fuscher und dem Kapruner Tal und zwar ungefähr auf einer gedachten Ost-West-Linie zwischen Fusch an der Großglocknerstraße und der Talstation der Bahn auf das Kitzsteinhorn. Von beiden Tälern führen je zwei Wege auf den Gipfel des Berges, wobei die von Kaprun und von Bruck an der Großglocknerstraße ausgehenden Wegmöglichkeiten die längeren Anstiege aufweisen, und die Wege von Fusch, bzw. vom Kesselfall Alpenhaus im Kapruner Tal kürzer sind. Der Weg von Fusch führt über die Gleiwitzer Hütte, die einen einmaligen Rastplatz mit Aussicht bietet. Eine fünfte Wegmöglichkeit führt vom Dr.-Adolf-Schärf-Haus am Stausee Mooserboden – ebenfalls über die im Jahr 1900 errichtete Gleiwitzer Hütte, die ja südlich vom Imbachhorn auf 2 174 m ü. A. liegt - auf das Imbachhorn.

Etymologisches

Die Bezeichnung Imbachhorn leitet sich von Innbach - ein Gewässername - ab.

Vom Tal aus betrachtet

Betrachtet man das Imbachhorn vom Zeller Becken aus, etwa in Schüttdorf in Zell am See, wo es sich mit seiner steil abfallenden Nordwand präsentiert, wirkt es sehr imposant und beeindruckend und man könnte meinen, dass es zu den höheren Gipfeln der Region zählt. Aber das ist nur eine Frage der Perspektive. Zieht man nämlich die Landkarte zu Rate oder betrachtet man das Imbachhorn vom Salzachtal etwa auf Höhe von Piesendorf oder der Ortschaft Walchen, so zeigt sich ein ganz anderes Bild. Man sieht hinter dem Imbachhorn in ansteigender Linie die Gipfel Hoher Tenn mit 3 368 m ü. A. und Großes Wiesbachhorn mit 3 564 m ü. A., die ebenfalls dem Bergmassiv Hohe Tauern zugehörig sind und selbst noch nicht die höchsten, wohl aber eindrucksvolle Gipfel der Hohen Tauern bilden.

Tod am Berg

Im Juni 1944 erlag der aus Italien verschleppte Zwangsarbeiter Giuseppe Groppo auf der Flucht von der Kraftwerksbaustelle in Kaprun im Nahebereich des Imbachhorns den Hunger- und Kältetod.

Bildergalerie

Quellen

  • Eigenartikel von Christina Nöbauer
  • Wanderkarte von freytag & berndt, Zell am See, Kaprun, Saalbach, 1:50.000, Wien
  • Salzburgwiki, Gleiwitzer Hütte
  • Heinz-Dieter Pohl, Die Bergnamen der Hohen Tauern, S. 87, OeAV-Dokumente Nr. 6, Innsbruck 2009