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Karolinenhöhe

Die drei historischen Höhen auf dem Mönchsberg, Plan von 1922
Auf der Karolinenhöhe. Blick nach Südwesten, links die Grasmayr-Villa.

Die Karolinenhöhe (auch "Carolinenhöhe")  508 m ü. A.[1] ist gemeinsam mit der Richterhöhe und der Franz Josefs-Höhe eine der drei historischen Aussichtshöhen auf dem Mönchsberg in der Altstadt von Salzburg. Mangelnde Pflege und die zunehmende Verwaldung des Mönchsberges führten zum weitgehenden Verlust des Aussichtsmöglichkeiten. (Siehe auch Aussichten auf den Salzburger Stadtbergen)

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Karolinenhöhe ist an einem zweiten Verbindungsweg gelegen, der vom Dr.-Ludwig-Prähauser-Weg nördlich der Grasmayr-Villa‎ zur Franz Josefs-Höhe führt, neben der östlich der Buddhistische Stupa steht, weiter am Waldrand entlang durch den Wald führt und am Katschthaler Kreuz vorbei nach Norden hin bis zu zur Anhöhe weiterführt.

Die früher hervorragende Aussicht einerseits auf die Altstadt und anderseits nach Maxglan und weiter nach Bayern hin ist heute mangels Pflege und Betreuung weitestgehend zugewachsen, sodass man die Höhe nur schwer als einst bedeutsamer Aussichtsort erkennt. Auch der Name "Karolinenhöhe" ist vielfach nicht sehr geläufig. Die offiziellen Pläne der Stadt und des Bundesvermessungsamtes zeigen aber weiter diese Höhe und diesen Namen. Eine bessere Beschilderung samt Hinweistafel, sowie ein behutsames Freischneiden der historischen Aussicht sind wünschenswert.

Die Salzburger Zeitung beschreibt in ihrer Ausgabe vom 6. Juni 1863 in den Aufgaben des Salzburger Verschönerungsvereins die Karolinenhöhe als den höchsten Punkt des Mönchsberges.[2]

In der Salzburger Zeitung vom 1. Februar 1864[3] ist "von einer alten Hohlstraße herauf zur Karolinenhöhe" die Rede (auch in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde aus dem Jahr 1875[4] so beschrieben). Das bestätigt, dass die Lage wie in einer historischen Karte[5] eingezeichnet und in einer weiteren Quelle[6] beschrieben (... Grasmayr-Villa ...ist ein architektonisch eigenwilliges Gebäude auf der Karolinenhöhe des Mönchsbergs in Salzburg (Mönchsberg Nr. 18)) die Karolinenhöhe im Bereich der Grasmayr-Villa nahe des heutigen Weges zu suchen ist.

Randnotiz: Bei der Salzburger Gemeinderatssitzung am 10. September 1866 wurde darauf hingewiesen, dass Josef Achleitner der Besitzer des Gutes nächst der Karolinenhöhe sei und Ludwig Achleitner Fabriksbesitzer im Johannes-Schlössl sei, um Verwechslungen hintanzuhalten.[7]

Name

Abgeleitet ist der Name von Karoline Auguste von Bayern, die in zweiter Ehe den österreichischen Kaiser Franz I. verheiratet war und war die Namensgeberin des Salzburger Museums Carolino-Augusteum, bis dieses den Namen "Salzburg Museum" erhielt. Von dieser Höhe konnte Caroline Auguste einerseits in ihr früheres Heimatland Bayern blicken, andererseits auf ihre Wohnung in der Alten Residenz.

Sonstiges

Am Weg von der Franz Josefs-Höhe zur Karolinenhöhe steht seit 1920[8] das sogenannte Katschthaler Kreuz, benannt nach dem Salzburger Erzbischof, Kardinal Johannes Baptist Katschthaler (* 1832; † 1914), ein Werk des Bildhauers Johann Piger.

Gemälde

Bilder

weitere Bilder

  Karolinenhöhe – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblink

  • Lage auf SAGIS Karolinenhöhe
  • ANNO, Kartographische und Schulgeographische Zeitschrift, 1912, eine Karte von der Stadt Salzburg, auf der die Karolinenhöhe namentlich verzeichnet ist

Quellen

Einzelnachweise

  1. Im Stadtplan von 1919 im Historischen Atlas der Stadt Salzburg, Blatt IV 8, wird die Höhe mit 506 m ü. A. angegeben.
  2. Quelle ANNO, Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 6. Juni 1863, Seite 2
  3. Quelle ANNO, Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 1. Februar 1864, Seite 7
  4. Quelle ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1875
  5. Quelle historischen Karte in der "Kartographischen und Schulgeographischen Zeitschrift" 1912
  6. Quelle de.unionpedia.org
  7. Quelle ANNO, Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 13. September 1866, Seite 3
  8. anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 28. September 1920
  9. Quelle ANNO, Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 23. Juli 1873, Seite 2