Museumsbahn Salzburger Freilichtmuseum

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Bahnhof Flachgau
Museumsbahn
Museumsbahn
Freilichtmuseumsbahn Großgmain mit Bahnstation "Flachgau"
Die Museumsbahn Salzburger Freilichtmuseum ist eine Schmalspur-Eisenbahn, die in Teilen des Salzburger Freilichtmuseums in Großgmain verkehrt.

Allgemeines

Nach drei Jahren Planung und Arbeit ist am 13. Juni 2010 die Museumsbahn in Betrieb gegangen. Mit einer 1,7 Kilometer langen, wunderschönen Strecke erschließt sie weite Teile des Museums und eröffnet neue Blickwinkel auf die Museumslandschaft und ihre Bauten. Die Bahntrasse wurde möglichst naturnah in das Gelände eingebettet. Die zahlreichen 40‰-Längsneigungen machen die Museumsbahn zu einer eisenbahntechnisch anspruchsvollen Strecke.

Die Haltestationen

Im Eingangsbereich wurde nach Originalplänen das Haltestellengebäude „Zistelalm“ der alten Gaisbergbahn nachgebaut. Im Freilichtmuseum wird es als Bahnhof "Flachgau" genutzt. Im Gebäude befindet sich eine Dauerausstellung, die den Besuchern die Geschichte der Feldbahnen im Land Salzburg näherbringt. Eine weitere Haltestelle befindet sich beim Museumsgasthaus „Salettl“. Das Streckenende mit Wendeschleife ist im Bereich Pongau situiert. Es gibt zwei Dieselfeldbahnlokomotiven und acht Waggons. Je nach Besucherfrequenz werden ein bis zwei Zuggarnituren ständig unterwegs sein. Die Fahrt mit der Eisenbahn ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Bei der Mittelstation "Tennengau" der Museumsbahn wurde 2011 ein Haltestellengebäude errichtet, dessen Original bis 1957 an der Haltestelle "Söllheim" der Salzkammergut-Lokalbahn stand. Die Endstation erhielt das alte originale Wartehäuschen der ehemaligen Murtalbahn-Haltestelle in Lintsching (St. Andrä im Lungau). Das "Hüttl" stand zuletzt als Buswartehäuschen in Lintsching, nachdem der Bahnbetrieb zwischen Tamsweg und Mauterndorf 1973 eingestellt worden war. Beide Haltestellengebäude wurden am 19. Juni 2011 offiziell eröffnet.

Lokomotiven

Neben dem Bahnhof "Flachgau" wurde ein Schaugleis mit einer Feldbahnlok und mehreren Loren unterschiedlicher Herkunft und Funktion eingerichtet. Das Schaugleis ist eine Ergänzung zur Dauerausstellung über Salzburger Feld-, Wald- und Industriebahnen im Innenbereich des Bahnhofsgebäudes. Zu sehen ist die Lok Eva (Baujahr 1941), die von 1963 bis 2000 beim Torfabbau in Bürmoos im Einsatz war. Hinter der Lok stehen je eine Torflore aus den Torfwerken Bürmoos und Ainring (Bayern) sowie eine sogenannte Kaprun-Lore aus dem Diabaswerk Biberg und eine Schotterlore, die ursprünglich in Saalfelden am Steinernen Meer, zuletzt auch im Freilichtmuseum zur Schotterung des Gleiskörpers eingesetzt wurde.

Im Mai 2012 nahm die dritte Lokomotive Fahrt auf. Die Lok "Großglockner" ist 7,5 Tonnen schwer und hat 105 PS. Sie wurde von Schöma in Niedersachsen, Deutschland, der letzten Feldbahnfirma Europas, gebaut. Die Anschaffungskosten von 110.000 Euro wurden von den 1 400 Mitgliedern des Vereins der Freunde des Salzburger Freilichtmuseums aufgetrieben. Die beiden anderen Lokomotiven heißen "Gaisberg" (die einst in den Diabaswerken in Saalfelden ihren Dienst verrichtete) und die "Untersberg", die beim Bau des Eurotunnels zwischen England und Frankreich mithalf.

Das Personal

Insgesamt sind drei Lokführerinnen und 41 Lokführer im Freilichtmuseum beschäftigt. Bis Allerheiligen fahren sie die drei Loks abwechselnd, da nicht jeder jeden Tag zur Verfügung steht.

Quelle

  • ursprünglich im Artikel über das Salzburger Freilichtmuseum gestanden mit dortigen Quellen