Salzachmühle

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Das Gebäude, in dem die Salzachmühle untergebracht war.
Bild unten historische Ansicht der Brauerei Urfahr.

Die Salzachmühle war eine heute nicht mehr an diesem Standort bestehende Mühle in der Stadt Salzburg in Mülln.

Geschichte

Die beiden Klostermühlen, die Stiftsmühle der Benediktiner-Erzabtei St. Peter und die Salzachmühle des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern gab es schon seit dem 12. Jahrhundert. Die genaue Zeit ihres Ursprunges konnte noch nicht ermittelt werden, doch geht aus einem Kaufbrief vom Jahr 1763 an Frantz Anton Feyerl, bürgert. Bäckermeister, hervor, dass sie bereits 1569 im Besitze der Benediktinerinnenabtei Nonnberg war. Laut Kaufbrief von 1704 kam das der Salzachmühle gegenüberliegende „Stadl und Gärtl" in den Besitz der Familie Eder. 1736 wurde das kleine Anwesen durch ein Hochwasser zerstört, 1765 ganz abgebrochen und 1776 neu aufgebaut.

Als Ende 1876 der Nachbar des Mutterhauses der Barmherzigen Schwestern, der ledige Mühl-Besitzer Karl Eder, sterbenskrank wurde, wünschte er und seine unverehelichte Schwester, seine Mühle gegen einen annehmbaren Kaufpreis der Kongregation zu überlassen. Dies geschah Anfangs 1877.

Mit der Mühle war um 1914 eine kleine Schwarzbäckerei und eine elektrische Anlage zum Selbstgebrauch (vier Mühlgänge) verbunden.

1942 wurden die Besitzer enteignet und zum Gaueigentum erklärt. Nach Kriegsende im Jahr 1945 bekamen die Besitzer ihre Mühlen wieder zurück.

Die Salzachmühle an der Ecke Salzachgässchen-Franz-Josef-Kai verfügte auch über ein eigenes Wasserkraftwerk. Da sich die Barmherzigen Schwestern auf die Stromversorgung konzentrieren wollten, wurden die Stiftsmühle und die Salzachmühle zusammengeschlossen. In der Salzachmühle wurde Weizen vermahlen und in der Stiftsmühle Roggen.

Nachdem in der alten Stiftsmühle (Ecke Festungsgasse-Kapitelplatz) die An- und Auslieferung der Produkte immer schwieriger wurde, beschloss man die dortige Produktion, nach fast 800 Jahren, einzustellen. Der Roggen und Weizen wurden dann nur mehr in der Salzachmühle zu vermahlen. Doch auch an diesem Standort waren Zufahrt und Ausbaumöglichkeiten nicht sehr günstig.

Nach verschiedenen Überlegungen eine neue Mühle direkt beim Getreidesilo am Kai zu errichten, wurde ein Teil der Getreidesilos abgetragen und eine neue Mühle errichtet. Der Maschinenpark der Salzachmühle war damals auf dem neuesten Stand der Technik und wurde fast vollständig in das neue Gebäude übernommen. Völlig neu wurde der Mehlsilo mit Mehlsortenabsackung und Loseverladung errichtet.

Aber 1989 siedelte dann die Stifts- und Salzachmühle unter dem Geschäftsführer Franz Grabmer junior vom Salzachgässchen in den Aiglhof, wo noch heute der Betrieb fortgeführt wird.

Weblink

Quellen