Sebastian Krackowizer

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Sebastian Krackowizer
Obus-Video Sommer 2014

Dipl.-Kfm. Sebastian Krackowizer (* 28. Juli 1979 in Salzburg) ist ein Fan der Salzburger Obusse.

Leben

Sebastian Krackowizer ist ein Enkel des Motorradprofessors Helmut Krackowizer und ein Neffe des Salzburger Fotografen und Journalisten Peter Krackowizer. Er wuchs in Elsbethen auf, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, lebt und arbeitet in Oberbayern.

Krackowizer und der öffentliche Verkehr in der Stadt Salzburg

Seine Leidenschaft gilt den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt Salzburg und deren Optimierung. Dazu hat Krackowizer spezielle Programme entwickelt und seine Ideen auch der Salzburg AG präsentiert. 2015 wollte er im Forum von Salzburg mobil einen Beitrag veröffentlichen, der vom zuständigen Mitarbeiter beim Land Salzburg, Landesbaudirektion - Straßenbau und Verkehrsplanung, nicht freigeschalten wurde.

Salzburg mobil schrieb Krackowizer, dass er in seinem Beitrag innerbetriebliche Abläufe in einer Wortwahl ansprach, die dem Administrator nicht gefielen. Mit der Empfehlung, seine Überlegungen direkt an die Salzburg AG zu schicken, endet das kurze Schreiben. Ein persönliches Gespräch mit Landesrat Hans Mayr, für das ihm eine Stunde zugesagt wurde, endete bereits nach knapp 20 Minuten. Als Grund dafür wurde ein anderer Termin genannt. Krackowizer vermutete jedoch, dass seine Kritik am System nicht erwünscht war.

Obus 75

Sebastian Krackowizer entwickelte in rund 2 000 Arbeitsstunden einen optimierten Fahrplan für Salzburgs Obusse. Im November 2015 veröffentlichte das Salzburger Fenster Details dieser Arbeit, die der Salzburg AG eine Kosteneinsparung von rund 750.000 Euro pro Jahr, für die Fahrgäste verbesserte Anschlüsse und für die Busfahrer bessere Arbeitszeiten brächte.

Krackowizers Vorschläge böten folgende Vorteile für die Fahrgäste

  • am Ferdinand-Hanusch-Platz und am Hauptbahnhof alle zwei Minuten eine Busverbindung;
  • auch bei Verspätungen weniger Wartezeiten;
  • neue, an die Fahrgastströme angepasste Linienführungen umgehen neuralgische Staupunkte;
  • Verspätungen können besser ausgeglichen werden;
  • bis auf wenige Ausnahmen zehn-Minuten-Takt zwischen 06:30 und 19 Uhr;
  • verlängerte Nachtfahrzeiten bis nach zwei Uhr;
  • samstags 15-Minuten-Takt auf allen Linien, sonn- und feiertags 20-Minuten Takt;

sowie Vorteile für die Buslenker

  • Kein Dienst dauerte mehr länger als zwölf Stunden;
  • werktags gäbe es keine Dienste mehr mit mehr als zwei Stunden Pause;
  • weniger Ganztagsdienste, mehr Frühdienste;
  • extrem kurze Aufenthaltsdauern an den Endstationen fielen weg und die Fahrer könnten auch die Toilette aufsuchen;
  • Pausen ab einer Dauer von 90 Minuten durchgehend bezahlt, bisher nur ein Bruchteil abgegolten;

sowie Vorteile für die Salzburg AG

  • Eine Linie und fünf Obusse fielen weg,
  • dadurch könnten Neuanschaffungen eingespart werden;
  • 120 eingesparte Arbeitsstunden zwischen Montag und Freitag;
  • bessere Pausenbezahlung erhöht Zufriedenheit beim Personal;
  • mehr Fahrgäste durch weniger Staus, Umstiege und Wartezeiten;
  • jährliche Einsparungen von bis zu 750.000 Euro

Dankesaktion

Aus Begeisterung über die gute Arbeit, die Obus-Chauffeure tagtäglich leisten, hatte Ende Dezember 2018 Sebastian Krackowizer tausend Dankeskarten als Dankeschön auf eigene Kosten drucken lassen. „Die wollte ich über den Betriebsrat an die Busfahrer verteilen lassen“, erzählt er. Doch die Salzburg AG hatte die Verteilaktion umgehend gestoppt, denn derartige Aktionen wären nur im öffentlichem Raum gestattet, nicht aber über interne Wege, so Salzburg AG-Sprecherin Daniela Kinz.[1]

Literatur

Quellen

Einzelnachweis

  1. Quelle Stadt Nachrichten, 17. Jänner 2019