Sebastian Krackowizer

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Sebastian Krackowizer
Obus-Video Sommer 2014

Dipl.-Kfm. Sebastian Krackowizer (* 28. Juli 1979 in Salzburg) ist ein Fan der Salzburger Obusse.

Leben

Sebastian Krackowizer ist ein Enkel des Motorradprofessors Helmut Krackowizer und ein Neffe des Salzburger Fotografen und Journalisten Peter Krackowizer. Er wuchs in Elsbethen auf, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, lebt und arbeitet in Oberbayern.

Seine Leidenschaft: Optimierung öffentlicher Verkehrsmittel

Seine Leidenschaft gilt den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt Salzburg und deren Optimierung. Dazu hat Krackowizer spezielle Programme entwickelt und seine Ideen auch bereits der Salzburg AG präsentiert. Er wollte im Forum von Salzburg mobil einen Beitrag veröffentlichen, der vom zuständigen Mitarbeiter beim Land Salzburg, Landesbaudirektion - Straßenbau und Verkehrsplanung, nicht freigeschalten wurde.

Sein nicht veröffentlichter Beitrag

Die ObusfahrerInnen sind nicht für die steigenden Ticketpreise verantwortlich!

Wer will einen Arbeitstag mit einer 13-Stunden-Schicht haben und davon nur 10 Stunden bezahlt bekommen? Niemand, aber sie müssen das ertragen und die angeblich steigenden Personalkosten werden als Grund für die alljährliche Preiserhöhung beim SVV vorgeschoben.

Das kann doch niemand ernsthaft glauben?!

Seit Jahren wird beim Obus massiv abgebaut, ausgelagert, verjüngt und damit auf immer noch niedrigere Gehaltslevel umgestellt. Außerdem strich man in der Vergangenheit Ruhe- und Pausenzeiten, kürzte die Dienstvor- und Nachbereitungszeit auf ein Minimum und dehnte gleichzeitig die Schichtarbeitszeit weiter aus um Fahrpersonal einzusparen.

Das einzige was regelmäßig erhöht wurde waren irgendwelche Prämien, Boni und die Ausschüttungen an die Aktionäre!

Der Personalstamm reicht nicht einmal mehr aus, um jedem Fahrer/jeder Fahrerin ausreichend oder überhaupt Urlaub genehmigen zu können, obwohl ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht! Und was macht die Gewerkschaft? Tja, diese Herren werden auch so bezahlt und sich wohl kaum die Finger schmutzig machen, wenn sie für ihre Mitglieder kämpfen sollten. Öffentlicher Druck findet aus Zeitmangel nicht mehr statt und die Medien kauen nach was man so bekommt. Investigativer Journalismus sieht wohl eher anders aus.

Warum wird denn beim Obus nie gestreikt, um endlich auf die Missstände aufmerksam zu machen?

Aus dem Antwortschreiben

Salzburg mobil schrieb Krackowizer, dass er in seinem Beitrag (Zitat) das innerbetriebliche Reglement und betriebliche Abläufe bei der Salzburg AG / Verkehr anspricht. Und das - mit Verlaub - in durchaus aggressivem Stil. Daher werden wir Ihre Zeilen auf salzburgmobil.at nicht veröffentlichen. Mit der Empfehlung, seine Überlegungen direkt an die Salzburg AG zu schicken, endet das kurze Schreiben.

Aus dem Antwortschreiben von Krackowizer an Salzburg mobil

So meint Krackowizer Sie sollten aber wissen, dass die Unterdrückung des freien Wortes dem demokratischen Grundgedanken zuwiderläuft, auch wenn die Worte aggressiv gewählt sind, aber dennoch der Wahrheit entsprechen und zur Diskussion aufrufen sollen.

Er schreibt, dass er für die Salzburg AG die Einzeldienste der ObusfahrerInnen für die Jahre 2014 und 2015 erstellt hatte und ein Obussystem für Salzburg entwickelt, das für alle Vorteile brächte, dieses aber niemand ernsthaft in Betracht zieht, da es wohl zu revolutionär und nicht von "Oben" kommt.

Ein persönliches Gespräch mit Landesrat Hans Mayr, für das ihm eine Stunde zugesagt wurde, endete bereits nach knapp 20 Minuten. Als Grund dafür wurde ein anderer Termin genannt. Krackowizer vermutete jedoch, dass seine Kritik am System nicht erwünscht war.

Für den SVV sollte er das Fahrplanbuch 2015 Korrekturlesen, fand jedoch zahlreiche Fehler in den Korrekturfahnen. Als er dann die Fahrplangestaltung der Linie 3 mit dem missglückten 7,5-Min.-Takt und Fehler in den Kursumläufen aufzeigte, wurde er (Zitat) aufs Abstellgleis geschoben. Kleine Änderungen zum Wohle der Fahrgäste wurden dann aber dennoch von den Verantwortlichen bei der Salzburg AG auf meinen Hinweis hin diskutiert und umgesetzt. Aber ich bin ja schließlich nur ein Quertreiber und eine tickende Zeitbombe.

Er schließt sein Antwortschreiben an Salzburg mobil mit den Worten (Zitat) Schade, Demokratie sieht in meinen Augen deutlich anders aus.

Obus-Video Sommer 2014

Krackowizer erstellte eine kleines Video mit Impressionen aus der Obus-Stadt Salzburg im August 2014. Wegen der Sperre der Aiglhofunterführung kam es im Laufe des Tages zu immer größeren Verspätungen im gesamten Obusnetz.

Obus 75

Sebastian Krackowizer entwickelte in rund 2 000 Arbeitsstunden einen optimierten Fahrplan für Salzburgs Obusse, von dem aber die Salzburg AG nichts wissen wollte. Im November 2015 veröffentlichte das Salzburger Fenster Details dieser Arbeit, die der Salzburg AG eine Kosteneinsparung von rund 750.000 Euro pro Jahr, für die Fahrgäste verbesserte Anschlüsse und für die Busfahrer bessere Arbeitszeiten brächte.

Die Möglichkeiten im Detail:

Vorteile für die Fahrgäste

  • am Ferdinand-Hanusch-Platz und am Hauptbahnhof alle zwei Minuten eine Busverbindung;
  • auch bei Verspätungen weniger Wartezeiten;
  • neue, an die Fahrgastströme angepasste Linienführungen umgehen neuralgische Staupunkte;
  • Verspätungen können besser ausgeglichen werden;
  • bis auf wenige Ausnahmen zehn-Minuten-Takt zwischen 06:30 und 19 Uhr;
  • verlängerte Nachtfahrzeiten bis nach zwei Uhr;
  • samstags 15-Minuten-Takt auf allen Linien, sonn- und feiertags 20-Minuten Takt;

Vorteile für die Buslenker

  • Kein Dienst dauerte mehr länger als zwölf Stunden;
  • werktags gäbe es keine Dienste mehr mit mehr als zwei Stunden Pause;
  • weniger Ganztagsdienste, mehr Frühdienste;
  • extrem kurze Aufenthaltsdauern an den Endstationen fielen weg und die Fahrer könnten auch die Toilette aufsuchen;
  • Pausen ab einer Dauer von 90 Minuten durchgehend bezahlt, bisher nur ein Bruchteil abgegolten;

Vorteile für die Salzburg AG

  • Eine Linie und fünf Obusse fielen weg,
  • dadurch könnten Neuanschaffungen eingespart werden;
  • 120 eingesparte Arbeitsstunden zwischen Montag und Freitag;
  • bessere Pausenbezahlung erhöht Zufriedenheit beim Personal;
  • mehr Fahrgäste durch weniger Staus, Umstiege und Wartezeiten;
  • jährliche Einsparungen von bis zu 750.000 Euro

Dankesaktion

Aus Begeisterung über die gute Arbeit, die Obus-Chauffeure tagtäglich leisten, hatte Ende Dezember 2018 Sebastian Krackowizer tausend Dankeskarten als Dankeschön auf eigene Kosten drucken lassen. „Die wollte ich über den Betriebsrat an die Busfahrer verteilen lassen“, erzählt er. Doch die Salzburg AG hatte die Verteilaktion umgehend gestoppt, denn derartige Aktionen wären nur im öffentlichem Raum gestattet, nicht aber über interne Wege, so Salzburg AG-Sprecherin Daniela Kinz.[1]

Literatur

Quellen

  • Quelle Stadtnachrichten Salzburg, 17. Jänner 2019