Stefan Trinkl

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Dr. Stefan Trinkl bei einem Vortrag 2018 in Zederhaus

Stefan Trinkl (* 15. Jänner 1979 in Gräfelfing, Oberbayern) ist ein deutscher Historiker.

Leben

Trinkl studierte zwischen 2005 und 2011 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Bayerische Geschichte; 2014 erfolgte seine Promotion. Thema seiner Doktorarbeit bildete das Zisterzienserkloster Fürstenfeld unter Abt Balduin Helm 1690 bis 1705. Ab 2016 lebte Stefan Trinkl in Seekirchen am Wallersee. 2019 zog er nach St. Michael im Lungau. Als freiberuflicher Historiker verfasste Trinkl bereits zahlreiche heimatgeschichtliche Beiträge, die sich inhaltlich mit der Bedeutung des Dorfpfarrers im 18. und 19. Jahrhundert beschäftigen. Seit Dezember 2018 arbeitet er außerdem an der Erweiterung der Personendatenbank RES mit.

Wissenschaftliche Forschungsprojekte

Seit 2014 arbeitet Stefan Trinkl an verschiedenen wissenschaftlichen Projekten:

  • Priesterlexikon für den bayerischen und österreichischen Kulturraum

Seit 2014 sammelt und schreibt Trinkl an einem Priesterlexikon. Die Arbeit war ursprünglich auf den bayerischen Klerus im 19. Jahrhundert angelegt. Inzwischen hat Trinkl dieses Forschungsprojekt jedoch für den Zeitraum von 1648 bis 1918 auf die Fläche der ehemaligen Kirchenprovinz Salzburg ausgedehnt. Die Quellenerschließung erfolgt einerseits über den Schematismus der einzelnen Bistümer und Erzbistümer sowie über Amts- und Kirchenblätter. Außerdem wertet Trinkl auch zahlreiche ungedruckte Quellen aus, wozu u. a. Investitur- und Weiheregister, Versetzungsdekrete oder Pfarrmatrikeln gezählt werden können.

Die Arbeit umfasst inzwischen acht Bände, welche die Biographien von über 7 000 Priestern beinhalten. Eine Veröffentlichung der gesamten Arbeit in gedruckter Form ist schrittweise für die kommenden Jahre geplant.

  • Studie zum Klerus der Erzdiözese Salzburg

Eng im Zusammenhang mit dem Priesterlexikon steht eine Studie, die Stefan Trinkl derzeit über den Klerus der Erzdiözese Salzburg verfasst. Hierbei wertet er die Lebensläufe aller Seelsorger aus, die zwischen 1817 und 1918 im Erzbistum gewirkt haben. Zentrale Fragen der Studie befassen sich mit sozialer und regionaler Herkunft der Seelsorger, Alterserwartung im Klerus, die Bedeutung des Landseelsorgers als Wissensvermittler und Träger der Gesellschaft, sowie der Pflege der Memoria an den verstorbenen Ortsseelsorger im 19. Jahrhundert.

Werke

  • Das Zisterzienserkloster Fürstenfeld unter Abt Balduin Helm 1690–1705. München 2015.
  • Johann Nepomuk Hiernle der Förderer von Joseph Mohr, in: Blätter der Stille Nacht Gesellschaft 2018/1, S. 9–11.
  • Der Klerus des Erzbistums München und Freising: eine personengeschichtliche Annäherung, in: Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte 58 (2018), S. 209–226.
  • Als der Pfarrer auch noch Landwirt war; Facetten und Anekdoten von Priester-Persönlichkeiten aus der Erzdiözese Salzburg. Salzburg 2018.
  • Als der Pfarrer auch noch Erfinder war; Facetten und Anekdoten von Priester-Persönlichkeiten aus der Erzdiözese München und Freising. Salzburg 2019.
  • Der Klerus des Bistums Augsburg (1817–1918). Manuskript.
  • Der Klerus des Erzbistums Bamberg (1817–1918). Manuskript.
  • Der Klerus des Bistums Eichstätt (1817–1918). Manuskript.
  • Der Klerus des Erzbistums München und Freising (1817/21–1918). Manuskript.
  • Der Klerus des Bistums Passau (1817–1918). Manuskript.
  • Der Klerus des Bistums Regensburg (1817–1918). Manuskript.
  • Der Klerus des Bistums Würzburg (1817–1918). Manuskript.

Weblink

Quellen