Wilpenhofer

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Die Wilpenhofer waren ein Pongauer Geschlecht des 16. und 17. Jahrhunderts, das mehrere Schlösser besaß und fürsterzbischöfliche Pfleger stellte.

1528 erhielten sie die Bewilligung zur Erbauung einer Taverne in Altenmarkt im Pongau.[1]

Von 1530 bis 1633 hatten sie Schloss Lerchen bei Radstadt inne.[2]

Personen

  • Johann Wülpenhofer zu Radstadt heiratete am 31. Jänner 1521 Anna Lasser († 30. April 1539), Tochter des Rupert Lasser und der Margareta Scheuhenstuel[3]
  • Michael Wilpenhofer begann um 1530 mit dem Aufbau des in den Bauernkriegen 1525/26 niedergebrannten Schlosses Lerchen.[2]
  • Dorothea Wilpenhofer (*um 1510??) war verheiratet mit Berthold Thenn († 24. April 1568) und Mutter des fürsterzbischöflich salzburgischen Oberstwaldmeisters Dr. Wilhelm Thenn (* 1532; † 1598).[4]
  • Felicitas Wilpenhofer (* um 1530?) war verheiratet mit Ludwig (III.) von Alt „dem Älteren“ (* 1513; † 1594)[5]
  • Abel Wilpenhofer (* um 1540?) studierte in Ingolstadt (ab 1559) und Padua (1563).[6]
  • Samuel Wilpenhofer (* um 1560?) studierte (1582 – 1587) in Ingolstadt, Perugia, Siena, Padua und Bologna. Im Jahr 1590 wurde er in den Adelsstand erhoben.[7]
  • Jakob Wilpenhofer (* um 1560??; † ;1622?) war erzbischöflich salzburgischer Hofkanzleisekretär (1587)[8], 1598 Hofrat und Pfleger zu Golling[9], 1604-1621 Pfleger im salzburgischen Zillertal[10]. Er studierte (1589-1595) in Graz, Freiburg, Ingolstadt, Padua und Siena.[8] Im Jahr 1590 wurde er in den Adelsstand erhoben.[8] Er besaß Schloss Lerchen und erwarb 1618 auch Schloss Mauer[11]. Sein Universalerbe war 1622 sein Vetter Abel Wilpenhofer († 1628)[12].[1]
  • Abel Wilpenhofer († 1628) war salzburgischer Kastner zu Judenburg.[13] Nach seinem Tod veräußerte sein Schwager Johann Baptist Voglmayr, Land- und Bergrichter zu Rauris, das Schlössl an den Radstädter Bürgermeister Hans Wagnhitter.[1]

Abgesang

Im Jahr 1631 wurde Thomas Perger von Emslieb (*1575; † 1641) „mit den Wilpenhoferschen Untertanen im Gebirg belehnt“. Damit verklingt die Kunde von der Familie Wilpenhofer.[14]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Friederike Zaisberger, Walter Schlegel: Burgen und Schlösser in Salzburg. Pongau, Pinzgau und Lungau. S. 36 (mit umfangreichen Quellenangaben). Birken-Verlag Wien 1978. ISBN 3-85030-037-4
  2. 2,0 2,1 Zaisberger/Schlegel aaO S. 34.
  3. Franz Martin: Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte: 39. Lasser von Lasseregg, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Band 77 (1937) S. 135-138 (136) = Derselbe, Hundert Salzburger Familien (Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1946), S. 171-175.
  4. Ingrid Matschinegg, Österreicher als Universitätsbesucher in Italien (1500–1630). Regionale und soziale Herkunft – Karrieren – Prosopographie. Diss. Graz 1999. S. 289 (Nr. 663).
  5. Franz Martin, Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte, 31. Alt, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 77 (1937), S. ^s115-118, = Franz Martin, Hundert Salzburger Familien, Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1946., S.  151-155. Nach Internet-Quellen hingegen mit Ludwig (IV.) von Alt zu Goldenstein (* 1525; † 1585/86).
  6. Ingrid Matschinegg, aaO S. 616 (Nr. 2354).
  7. Ingrid Matschinegg, aaO S. 617 (Nr. 2355), unter Verweis auf Karl Friedrich von Frank, Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die Österreichischen Erblande bis 1806 (5 Bde., Senftenberg 1967–1974), Bd. 5, S. 223.
  8. 8,0 8,1 8,2 Ingrid Matschinegg, aaO S. 617 (Nr. 2355),] unter Verweis auf Mayr, Geschichte der salzburgischen Zentralbehörden von der Mitte des 13. bis ans Ende des 16. Jahrhunderts. Dritter Teil bis ans Ende des 16. Jahrhunderts, MGSLK 66 (1926), S. 35, und Frank, Bd. 5, S. 223.
  9. Mayr aaO S. 35 und 51.
  10. /www.gemeinde-zell.at.
  11. Zaisberger/Schlegel aaO S. 34.
  12. Entweder erreichte Abel Wilpenhofer ein Alter von ca. 80 Jahren oder er ist nicht ident mit dem weiter oben genannten Abel Wilpenhofer.
  13. Artikel Penninghof.
  14. Carl Graf von Ledóchowski, Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte, 3. Perger von Emslieb, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 67 (1927), S. 21-32 [21] = Franz Martin, Hundert Salzburger Familien, S. 30-32.