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Dieter Heidecker

Generalmajor i.R. Mag. Dieter Heidecker (* 26. Februar 1954 in Kufstein, Tirol) ist pensionierter Generalstabsoffizier; zuletzt war er im Streitkräfteführungskommando stellvertretender Kommandant des Bundesheeres in Salzburg.

Leben

Heidecker begann seine Soldatenlaufbahn im Jahr 1972 in der Kaserne Glasenbach. Nach der Offiziersausbildung rückte er zum Jägerbataillon 21 in Kufstein ein.

Von 1985 bis 1988 absolvierte Heidecker die Generalstabsausbildung und war anschließend an der Militärakademie in Wiener Neustadt als Taktiklehrer und als Stabschef tätig.

Anfang der 1990er Jahre besuchte er die Dschungelkampfschule der französischen Streitkräfte (Fremdenlegion) in Französisch-Guyana (als erster österreichischer Soldat) sowie die „Ecole Supérieure de Guerre Interarmées“ und den „Cours Supérieur Interarmées“ in Paris. Nach seiner Rückkehr nach Österreich diente er von 1993 bis 1995 als Stabschef der 4. Panzergrenadierbrigade in Linz-Ebelsberg.

Dann rief wieder das Ausland. Zuerst war Heidecker Militärattaché bei der Westeuropäischen Union (WEU) und von 1997 bis 2002 Verteidigungsattaché für Frankreich, Tunesien, Marokko und Luxemburg mit Sitz in Paris. 2002 kehrte er als Stellvertreter von General Edmund Entacher in das Kommando Landstreitkräfte zurück.

Mit 1. September 2006 wurde Heidecker von Bundesminister Günther Platter zum Generalmajor befördert und mit der Neuaufstellung des Streitkräfteführungskommandos zum stellvertretenden Kommandanten der Streitkräfte mit Sitz in der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim ernannt. 2011 wurde er von Bundesminister Norbert Darabos für weitere fünf Jahre in diesem Amt bestätigt.

Anlässlich seines Übertritts in den Ruhestand fand am 24. August 2016 in der Schwarzenbergkaserne ein Festakt statt. Generalleutnant Franz Reißner würdigte das Lebenswerk „eines großen Soldaten und Kameraden“, mit dem er, Reißner, über weite Strecken denselben Ausbildungsweg durchlaufen habe. Der Generalmajor seinerseits hielt eine Abschiedsrede, in der er unter anderem den Stellenwert von Unteroffizieren in der Ausbildung hervorhob. Am Ende der Rede übergab er mit den wehmütigen Worten „Es fällt mir nicht leicht, das jetzt zu tun“ seine Dienstpistole einem – Unteroffizier.

Quellen