Dreifaltigkeitskirche

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Die Dreifaltigkeitskirche vom Makartplatz aus gesehen (Aufnahme: Juli 2007)
Karte
Innenansicht
Eine weitere Innenansicht der Dreifaltigkeitskirche
Dreifaltigkeitskirche und Priesterhausgasse vom Kapuzinerberg aus gesehen

Die Dreifaltigkeitskirche ist der größte Kirchenbau aus fürsterzbischöflicher Zeit auf der rechtsseitigen Altstadt. Sie befindet sich am oberen, östlichen Ende des Makartplatzes.

Geschichte

Die als Zentralbau gestaltete Kirche entstand 16941702 und ist der erste Bau Johann Bernhard Fischer von Erlachs in Salzburg. Als Vorbild dienten dabei römische Sakralbauten. Auffallend ist bei dieser Kirche bereits die dezente Verwendung der Schmuckelemente, die sich dem architektonischen Gesamtwerk unterordnen.

Der Bau war nicht auf den Makartplatz gerichtet, sondern in eine damals schmale Seitenstraße zwischen der äußeren Bergstraße (heute Rainerstraße) und der Linzer Gasse. Das gegenüber der Kirche dort stehende fürsterzbischöfliche Leihhaus wurde erst 1907 abgerissen. Folglich schwingt der zentrale Kirchenbau in Schaffung eines kleinen leicht erhöhten Kirchenvorplatzes in der Straßenflucht nach innen. Die ursprünglich niedrigen Kirchtürme wurden für eine bessere Erkennbarkeit der Kirche hinter dem Leihhaus erst später erhöht (Glockengeschoße 1757, Turmhaubenaufsätze nach 1818), was aber Gesamtbild der Kirche nicht verbessern konnte. Der architektonische Mittelpunkt der weitläufigen Anlage mit den beiden großen Flügelbauten des Priesterseminars, die zusammen mit der zentralen Kirche eine einheitlich komponierte Fassade bilden, sollte vielmehr die mächtige zentrale Tambourkuppel der Kirche darstellen. Über dem äußeren Kirchportal stehen auf der Attika vor der Kuppel die Figuren der drei theologischen Tugenden und die Figur der Göttlichen Weisheit, die von Michael Bernhard Mandl geschaffen wurden.

Alte Ansichten

Innenausstattung

Das große Kuppelfresko im Inneren der Kirche gestaltete Johann Michael Rottmayr zwischen 1697 und 1700. Der Hochaltar ist nach Plänen von Fischer von Erlach gefertigt (1700 geschaffen, 1841 überarbeitet, 1947 in den ursprünglichen Zustand rückgeführt) und besitzt eine plastische Gruppe der Dreifaltigkeit mit zwei anbetenden Engeln.

Priesterseminar

Das angeschlossene Priesterhaus ist um zwei symmetrische Höfe herum angeordnet. Im nördlichen Innenhof ist der von Josef Anton Pfaffinger geschaffene mittige Brunnen mit dem Heiligen Petrus (1741) erwähnenswert. Der mittige Brunnen im südlichen Kolleghof stammt von 1857.

Bildergalerie

Quellen