Johann Scheidl

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Johann Scheidl (* 1823 in Wien; † 1890 in Stadt Salzburg) war Bildhauer, Restaurator und Fotograf. Er wohnte von 1851 bis 1874 in Salzburg-Nonntal.

Leben

Von 1840 bis 1842 erhielt Scheidl eine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. 1856 fotografierte der dann bereits gefragte, in Salzburg tätige Fotograf den jungen Maler Hans Makart. Scheidls Atelier befand sich in der Neustadt von Salzburg in der Nähe der Evangelischen Christuskirche. Nach 1860 übernahm Heinrich Fichtl sein Atelier und Scheidl übersiedelte in sein neu gebautes am heutigen Julius-Raab-Platz, später Pension Nelböck, heute Wirtschaftskammer Salzburg. Am Gries in der Altstadt besaß er Mitte der 1850er-Jahre in einem Garten einen kleinen Pavillon für photografische Sitzungen.[1]

Von Scheidl stammen die Hochaltäre der Pfarrkirchen Maria Hilf in Leopoldskron-Moos und in Hof bei Salzburg, die neugotische Ausstattung der Filialkirche zum hl. Martin in Pfongau, außerdem geschnitzte Figuren Rupert und Virgil in der Dekanatspfarrkirche Saalfelden am Steinernen Meer.

Man weiß, dass Scheidl auch Aktfotos anfertigte, wie man meint, für Studienzwecke. Er verkaufte diese um 40 Kreuzer, damit wurde die Sache publik und das Gericht verurteilte ihn 1864 zu einem Monat Gefängnis mit einem wöchentlichen Fasttag.

Quelle

Einzelnachweis

  1. Quelle ANNO, Neue Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 18. Mai 1857, Seite 3