Karl Friedrich Lifka

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Karl Friedrich Lifka (* 1874[1] in Linz?; † 22. November 1929 in Linz) war der erste Betreiber eines ständigen Kinematographen-Theaters, eines Kinos, in Salzburg.

Leben

Lifka war ein österreichischer Kinopionier. Zunächst bereiste er ab etwa 1908 die Provinzstädte in Österreich mit einem mobilen Kino.[2] Später wurde er in Linz seßhaft, wo er zum Zeitpunkt seines Todes das "Elektrik-Theater" betrieb.[3]

Bis Lifka sein ständiges Kino in Salzburg eröffnete, gab es zwar bereits Filmvorführungen in Salzburg, jedoch nicht ständig, sondern lediglich zu vereinzelten Terminen. 1909 plante er die Eröffnung eines «Grand Cine-Phono Théâtre électrique, vornehmstes Kinematographen-Unternehmen der Gegenwart» in einem 'Riesen-Theater-Pavillons' "mit hocheleganter und moderner innerer und äußerer Gestaltung (ca. 1 000 Personen Fassungsraum" an der Westbahnstraße, der heutigen Rainerstraße, bei der damaligen Haltestelle Fünfhaus der Salzburger Lokalbahn. [4] Im März 1910 übersiedelte er diesen 'Riesen-Theater-Pavillons' nach Hallein, wo am Ostersonntag, den 27. März die Eröffnungsvorstellung stattfand.[5]

Am 1. April 1910 begann Lifka im Kasererbräu in der Kaigasse im Salzburger Kaiviertel ein ständiges elektrisches Theater, das Lifka Elektrisches Theater.[6]

1912 betrieb er auch ein Kino mit dem Namen Mirabell-Kino, allerdings im Hotel Mirabell an der Schwarzstraße (siehe dazu Lifka Elektrisches Theater).

Im Mai 1913 wurde Lifkas Electric-Theater in Linz im Handelsregister eingetragen.[7]

1917 war Lifka Obmann des Landesverbandes der Kinematographenbesitzer von Oberösterreich und Salzburg.[8]

Er besaß zu Lebensende (im Alter von 55 Jahren) Kinos in Linz, Amstetten, Salzburg und Klagenfurt.[9]

Lifka war auch im Ausschuss der Sektion Motorrad des Oberösterreichischen Automobil-Clubs.[10]

Auch musikalisch war er aktiv. Einige Kompositionen von ihm wurden in Linz von der Regimentsmusik Nr. 7 aufgeführt.[9]

Familie

Karl Friedrich Lifka war mit Rosa verheiratet. Rosa Lifka starb im Jänner 1917.[11]

Weblinks

Quellen

  1. Quelle ANNO, Tagblatt, Ausgabe vom 24. November 1929, Seite 11
  2. Quelle ANNO, Badener Zeitung, Ausgabe vom 28. November 1908, Seite 5
  3. Quelle ANNO, Das Kino-Journal, Ausgabe vom 30. November 1929, Seite 20, Nachruf
  4. Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 2. November 1909, Seite 4
  5. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 26. März 1910, Seite 12
  6. Quelle ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 5. April 1910, Seite 3
  7. Quelle ANNO, Kinematographische Rundschau, Ausgabe vom 11. Mai 1913, Seite 26, Rechtsverhältnisse, Stammkapital usw.
  8. Quelle ANNO, Der Kinobesitzer, Ausgabe vom 3. November 1917, Seite 4 sowie ANNO, Kinematographische Rundschau, Ausgabe vom 6. Oktober 1917, Seite 83
  9. 9,0 9,1 Quelle ANNO, (Linzer) Tages-Post, Ausgabe am 24. November 1929, Seite 11
  10. Quelle ANNO, Allgemeine Automobil-Zeitung, Ausgabe vom 1. Dezember 1925, Seite 4
  11. Quelle ANNO, Kinematographische Rundschau, Ausgabe vom 7. Jänner 1917, Seite 18