Karl Wimmer

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Kommerzialrat Karl Wimmer (* 4. August 1908 in Lundenburg, Mähren, heute Břeclav, Tschechien; † 2. Oktober 1985 in Darmstadt, Deutschland) war ein Hotelier, Abgeordneter zum Salzburger Landtag und Zweiter Landtagspräsident-Stellvertreter.

Leben

Karl Wimmer besuchte von 1914 bis 1922 die Volks- und Bürgerschule in Salzburg. 1922 begann er eine Lehre als Kellner. Von 1926 bis 1928 absolvierte er die Handelsschule in Salzburg. Es folgten Tätigkeiten in verschiedenen Hotels in Wien, London und Paris, ehe er 1932 Empfangschef und schließlich 1935 Direktor des Hotels Bristol in Salzburg wurde. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde er 1938 aus dem Gau verwiesen. Fortan arbeitete er als Hoteldirektor in Karlsbad (Karlovy Vary )in Böhmen (Tschechien). 1939 wurde Wimmer abermals des Gaus verwiesen. Ab 1940 bis zum Ende des Krieges war er Kurhoteldirektor in Bad Driburg (Deutschland). 1945 kehrte er nach Salzburg zurück. Wimmer übernahm das Amt des Direktors des Hotels Stein und 1949 die Direktion des Hotels Weismayr in Bad Gastein mit Sitz der Salzburger Hotelfachschule. 1951 kehrte er wieder zu seiner alten Arbeitsstelle in Bad Driburg als Kurhoteldirektor zurück.

Politische Laufbahn

Karl Wimmer engagierte sich von 1934 bis 1938 als Ausschussmitglied der Gastwirtezunft und Gruppenleiter der Vaterländischen Front. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er stellvertretender Obmann und 1946 Obmann der Sektion Fremdenverkehr in der Salzburger Handelskammer. Von 1946 bis 1955 war Wimmer Mitglied des Kuratoriums der Salzburger Hotelfachschule (bis 1948 in Mattsee und 1948 bis 1955 in Bad Gastein) und Fachverbandsvorsteher des österreichischen Beherbergungsgewerbes.

Wimmer war für die Salzburger ÖVP Abgeordneter zum Salzburger Landtag in der 1. und 2. Gesetzgebungsperiode (12. Dezember 1945 - 20. März 1952) sowie Zweiter Landtagspräsident-Stellvertreter vom 1. Dezember 1949 bis zum 30. März 1952.

Im Jahr 1951 wurde ihm der Berufstitel "Kommerzialrat" verliehen. 1970 wurde er mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg geehrt.

Quellen

  • Voithofer, Richard: Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart. Wien – Köln – Weimar (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 32. ISBN 978-3-205-77680-2. S. 253 und Aktualisierungen durch den Verfasser (Stand Februar 2015)