Kaspar Zaunrith

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Kaspar Zaunrith (* 17..; † 30. April 1818 in Salzburg) war ein Buchhändler, Buchdrucker und Begründer jener Druckerei, aus der schließlich die Salzburger Druckerei in der Salzburger Bergstraße hervorging.

Leben

Der Name Kaspar Zaunrith gehörte um 1785 einem Grazer Buchdrucker[1], der vielleicht mit unserem Kaspar Zaunrith ident ist.

Kaspar Zaunrith arbeitete ursprünglich in der Eckebrecht'schen Buchhandlung der Anna Viktoria Konhauser von Sternenfeld (* 1712; † 1788). Die Buchhandlung der Enkelin Johann Baptist Mayrs war dieser nach dem Zwangsverkauf der Mayr'schen Buchdruckerei geblieben. Als Konhauser 1788 starb, übernahm Zaunrith die Buchhandlung, indem er die Erben mit 7.000 Gulden auszahlte, indem er die Erben mit 7.000 Gulden auszahlte. 1801 stellte er ein Ansuchen auf Genehmigung eines Druckereibetriebes, welche ihm am 28. Juli 1802 gewährt wurde. Zwar behielten die beiden eingesessenen Druckereien die meisten Rechte am zu druckenden Material, die Säkularisation Salzburgs verhalf Zaunrith aber dann umgehend zu mehr Geschäft, als die Privilegien der Duyle'schen Buchdruckerei fielen.

Kaspar Zaunrith kam am 30. April 1818 bei dem großen Stadtbrand in seinem Haus ums Leben. Seine Mayrische Buchhandlung war in der Bergstraße 12 untergebracht. Dort betrieb er eine Leihbibliothek und Buchhandlung. Das Haus brannte lichterloh. Der Buchhändler konnte sich zunächst retten. Als er aber bemerkte, dass sein Sohn noch im Gebäude war, stürzte er zurück. Beide kamen in den Flammen um.

Die Trauer um Zaunrith war groß. Er war ein geachteter Bürger. Jahre zuvor war das noch ganz anders, wie Thomas Weidenholzer, Historiker am Stadtarchiv Salzburg, den SN erklärt. Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, in den turbulenten Jahren nach der Französischen Revolution, stand Zaunrith unter dem Verdacht, im Geheimen Jakobiner zu sein und aufrührerische Schriften zu verbreiten. So beobachtete der Abt von St. Peter, Dominikus Hagenauer, die Aktivitäten Zaunriths mit Argusaugen. Der Kirchenmann hatte sogar gegen dessen Leihbibliothek¬Konzession interveniert - allerdings ohne Erfolg.

Sein Sohn Leopold Zaunrith († 1868) führte die Druckerei mit Erfolg weiter. Nach dessen Tod verkaufte die Witwe die Druckerei 1872.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Internet-Recherche