Mooserboden

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Mautgebühren für die Straßenbenützung zum Mooserboden

Mooserboden ist die Bezeichnung für eine ehemalige Almlandschaft am südlichen Ende des Kapruner Tals im Pinzgau.

Allgemeines

Die Landschaft hat eine Fläche von etwa vier bis fünf Quadratkilometer, liegt auf einer Höhe von 2 100 m ü. A. und ist heute vom Wasser des Stausees Mooserboden bedeckt. Im Westen ragt die Nasse Wand und das Sedlgrat empor, im Osten der Klöckerinriedel (2 567 m ü. A.).

Am nordwestlichen Rand des Mooserbodens befindet sich eine Heidnische Kirche.

Hier befindet sich ebenfalls die Hochgebirgsschule Kaprun.

Geografie

Der Mooserboden befindet sich im Bereich der Hohen Tauern in den Ostalpen. Südlich, in Richtung des Vorderen und Großen Bärenkopfs ragen der Karlinger- und der Bärenkopfkees hinauf in die Alpen.

Geschichte

1869 wird ein Rückgang des Eises am Mooserboden von über 500 m registriert. Vor dem Bau der Staumauer stand am Grund des Mooserbodens ein Berghotel. 1896 wurde von Zell am See über Kaprun zum Kesselfall-Alpenhaus die autotaugliche (!) Kaiser-Franz-Josef-Straße errichtet. Vom Kesselfall-Alpenhaus führte dann ein zwei Meter breiter Weg zum Berghotel Mooserboden. Für nicht berggeübte Besucher sorgten einspännige Bergsesselwägen für den Transport über die steilen Serpentinen zum Hotel.

Schon 1893 war Kaiser Franz Joseph I. auf einem Karrenweg zum späteren Standort des Berghotels geritten. Mit Beginn des Einstaus 1954 verschwand das Hotel.

Mooserboden heute

Der Mooserboden ist aufgrund des Stauwerks ein Ausflugsziel geblieben. Wanderwege wie zum Beispiel zur Fürthermoaralm mit Kapelle und Almmuseum (Höhenunterschied vom Mooserboden: 200 Meter) oder auch Bergrouten zum Heinrich-Schwaiger-Haus (2 802 m ü. A.) sind beliebte Ziele.

Neben dem Lärchwand-Schrägaufzug führt seit dem Bau des Pumpspeicherkraftwerks Limberg II auch eine Straße auf den Mooserboden.

Weblinks

Quellen