Paul Fischer

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Prof. Paul Fischer (* 31. August 1876 in Wien; † 4. November 1942 ebenda) war Violinist der Wiener Philharmoniker und des Rosé-Quartetts.

Leben

Paul Salo Fischer war das jüngste von neun Kindern des jüdischen Kantors Adolf Fischer († 1888) und seiner Frau Johanna, geborene Budschowitz († 1914).

Von 1886 bis 1890 studierte er am Wiener Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde und wurde am 1. März 1899 Mitglied des Hofopernorchesters und der Wiener Philharmoniker sowie der Hofmusikkapelle. Seit 1905 war er zudem zweiter Violinist im Wiener Rosé-Quartetts.

1913 konvertierte Paul Fischer vom mosaischen zum römisch-katholischen Glauben und heiratete Leopoldine, geborene Pohl (* 8. November 1887 in Hodolein, tschechisch Hodolany bei Olmütz, tschechisch Olomouc in Mähren; † 15. Mai 1948 in Wien)[1], Solotänzerin an der Wiener Hofoper, mit der er zwei Söhne hatte: Paul (* 28. Juni 1914 in Wien; † 1941 ebenda) und Otto (* 3. März 1921 in Wien).

Am 23. März 1938 wurde er zwangsbeurlaubt, am 1. Juli 1938 zwangspensioniert und Ende Dezember 1938 nachträglich gekündigt.

Ehrungen

1926 wurde ihm der Berufstitel "Professor" verliehen.

Salzburgbezug

Im Rahmen der Salzburger Festspiele war Paul Fischer als zweiter Violinist des Rosé-Quartetts von 1925 bis 1936 in sieben Konzerten zu hören.

Anfang der 1930er Jahre erwarb er mit seiner Frau ein Haus in Morzg bei Salzburg, das einer Enteignung in der NS-Zeit entging, da es nur auf seine Frau Leopoldine im Grundbuch eingetragen war und diese nicht jüdischer Abstammung war.

Am 17. August 2020 wurde für ihn vor dem Haus für Mozart ein Stolperstein verlegt.

Quellen

Einzelnachweise