Pfandlscharte

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Der Naßfeld-Speicher: links die Abhänge des Schartenkopfs (2 857 m ü. A.), rechts davon die untere Pfandlscharte, nicht sichtbar in einer Mulde unterhalb der Pfandlscharte der Pfandlschartensee, weiter rechts geht es zum Spielmann (3 037 m ü. A.)
Karte
Im Wildpark Ferleiten mit Blick nach Süden zur unteren Pfandlscharte (Bildmitte).
Blick von Süden nach Norden über die Untere Pfandlscharte in das südliche Ferleitental.
Im südlichen Ferleitental: von links Spielmann, Untere Pfandlscharte, Schartenkopf, Obere Pfandlscharte und rechts der Ansatz zum Kapuziner.

Die Pfandlscharten sind zwei alpine Scharten in den Hohen Tauern.

Geografie

Untere Pfandlscharte

Die untere Pfandlscharte befindet sich auf 2 663 m ü. A. als großartiger Übergang in der Glocknergruppe aus dem Ferleitental im Salzburger Pinzgau in das Kärntner Mölltal. Über sie führt ein markierter Wanderweg, der in Nordsüd-Richtung einen Ostwest-ausgerichteten Kamm in den Zentralalpen quert.

Südöstlich befindet sich der südliche Pfandlschartenkees.

Obere Pfandlscharte

Die obere Pfandlscharte befindet sich auf 2 750 m ü. A. etwa 1,5 km nordwestlich der unteren Pfandlscharte zwischen dem Kapuziner (2 852 m ü. A.) im Osten und dem Sinwelleck (3 261 m ü. A.) im Westen. Es hat jedoch keine Bedeutung oder Funktion.

Berge

Im Nordwesten der unteren Pfandlscharte erhebt sich der Schartenkopf (2 857 m ü. A.), im Osten der Spielmann (3 027 m ü. A.). Nördlich der oberen der Kapuziner.

Gewässer

Südlich unterhalb der unteren Pfandlscharte befindet sich auf 2 528 m ü. A. der Pfandlschartensee, etwas weiter südwestlich der beiden Scharten liegt der Naßfeld-Speicher..

Kees

Südöstlich der oberen Pfandlscharte breitet sich das südliche Pfandlschartenkees zwischen dem nördlich gelegenen Spielmann und der südlich gelegenen Racherin (3 092 m ü. A.) aus.

Begehung

Vom Alpincenter Glocknerhaus auf der südlichen Seite führt ein gut begehbarer Alpinsteig nach Norden. Für den Abstieg in Richtung Ferleitental ist Trittsicherheit erforderlich. Ab dem oberen Pfandlboden wird das Gelände wieder einfacher und führt dann über Almböden zur Trauneralm (1 522 m ü. A.). Die Gehzeit beträgt zwischen fünfeinhalb und sechs Stunden, dabei sind 520 m Höhenmeter beim Anstieg und 1 100 m beim Abstieg zu überwinden.

Geschichte

Blick auf den Südabschluss des Fuscher Tals, das Ferleitental. Links windet sich die Großglockner Hochalpenstraße, die bereits bis zum Hochmais fertig war. In der geraden Verlängerung des Tals kann man ein Tal erkennen, das zu einer schneebedeckten Scharte führt, der Unteren Pfandlscharte. In diesem Bereich war im Variantenstreit ein Tunnel geplant.

In den Jahren 1930 bis 1933 waren die Pfandlscharten der Knackpunkt in der Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße. In dem gut drei Jahre dauernden Variantenstreit wollte der damalige Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl die Straße von der Hexenküche oberhalb des Ferleitentales zunächst durch den Klobengrat-Tunnel (562 m), dann durch den 2 253 m langen Pfandlschartentunnel zwischen den beiden Pfandlscharten darunter führen. Franz Wallack, der Ingenieur der Straße, war aber aus folgenden Gründen dagegen: sehr späte Schneeschmelze erst im Juli oder August, Lawinengefahr und kaum Landschaft.

Wallack setzte sich aber letztlich mit seiner heute bekannten Trassenführung über das Fuscher Törl und Hochtor-Tunnel durch.

Weblinks

  • Lage der oberen Pfandlscharte auf AMap

Quellen