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Roswitha Stadlober

Roswitha Stadlober
Roswitha Stadlober (* 19. Juni 1963 in Radstadt, Pongau als Roswitha Steiner), war eine der besten Slalomläuferinnen der 1980er Jahre, die für den SC Radstadt startete. Sie ist seit 1990 mit dem ehemaligen Weltklasse-Langläufer Alois Stadlober verheiratet.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Roswitha Steiners Weltcup-Karriere begann 1980 beim Saisonfinale in Saalbach-Hinterglemm, als sie mit Rang 13 im Riesentorlauf ihre ersten Punkte holte. Drei Jahre später holte sie ebenfalls zum Saisonende in Waterville Valley am 8. März 1983 ihren ersten Slalom-Sieg, gleichbedeutend mit ihren ersten Podiumsplatz. 1984 reichten zwei Siege zu Platz zwei im Slalom-Gesamtweltcup, ein Jahr später folgten vier Siege und der Gewinn des Weltcups, ein Kunststück, das ihr 1988 mit einem Sieg am 6. März 1988 - ihrem letzten Sieg im letzten Rennen - noch einmal gelang.

Großereignisse

Bei Olympia in Sarajewo, damals Jugoslawien, 1984 und Calgary, Kanada, 1988 zweimal undankbare Vierte, holte Roswitha Stadlober bei der WM in Crans Montana am 7. Februar 1987 die Silbermedaille. Dass sie damals im ersten Durchgang die Konkurrenz mit 1,33 Sekunden Vorsprung deklassiert hatte und sie sich nach einem verbremsten zweiten Lauf noch der Schweizerin Erika Hess geschlagen geben musste, lässt im nachhinein kein negatives Gefühl mehr aufkommen.

Leben

Eine zentrale Rolle spielt für die 44-Jährige die Familie. 1990 heiratete die damalige Bankangestellte den Weltklasseathleten Alois Stadlober, der neun Jahre später bei der WM in der Ramsau als Mitglied der Langlauf-Goldstaffel ein glänzendes Kapitel der heimischen Sportgeschichte schreiben sollte. 1991 wurde Sohn Luis und 1993 Tochter Teresa geboren. Jene Zielstrebigkeit, die sie während ihrer sportlichen Laufbahn auszeichnete, legte Roswitha Stadlober in den Jahren 1999 bis 2004 auch als Sportsprecherin der ÖVP im Salzburger Landtag an den Tag. Ihr wichtiges Anliegen war es damals, die Kinder zur Bewegung zu motivieren.

Aktuell engagiert sich die passionierte Marathonläuferin - mit ihrer Topzeit von 2:55 Stunden zählt sie zur österreichischen Elite in dieser Disziplin - in anderer Form für den Sport. Sie kümmert sich als Geschäftsführerin des AMS-Projektes KADA (Karriere danach) um die Laufbahnberatung aktiver Sportler und um die Integration von ehemaligen Sportlern in den Arbeitsprozess.

Statistik

Podestplätze im Weltcup

Saison 1. Platz 2. Platz 3. Platz
1988 1 1 -
1987 - 1 2
1986 4 - -
1984 2 2 -
1983 1 - -

Ehrungen

Roswitha Steiner wurde 1984 und 1985 als Salzburgs Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.

Ausserdem war sie Österreichs Sportlerin des Jahres 1986.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten
  • FIS Homepage