Tauernstraße

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Tauernstraße ist sowohl ein historischer Begriff als auch eine Straßenbezeichnung verschiedenen Salzburger Gemeinden.

Historische Tauernstraßen

Lungau

Die historische Tauernstraße führte von Kärnten kommend zunächst über die Nockberge in den Lungau. Als Iuvavum Teil der römischen Provinz Noricum war, führte über die Lausnitzhöhe östlich des Katschbergpasses eine Militärstraße in den Lungau über St. Margarethen nach Immurium (Moosham), wo sich eine römische Straßenstation befand.

Von Moosham verlief die historische Tauernstraße dann durch das Taurachtal über den Radstädter Tauernpass in den Pongau. Der im südlichen Taurachtal seit dem Mittelalter bestandene Karrenweg wurde erst 1839 begonnen auszubauen.

Diese historische Straßenverbindung war für Salzburg im Venedigerhandel. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts waren zehn Faktoren (Handelsunternehmen) auf der Tauernstraße tätig. Im frühen 17. Jahrhundert waren es noch sieben, wobei die Salzburger Familien Recheisen und Bauernfeind, beides Kaufmanns- und Spediteursfamilien, im Handel über diese Tauernstraße führend waren.

Verschiedene Umstände, u. a. Kriege, führten zum Niedergang des Handels über die Tauernstraße. Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte der Fernhandel zwischen Salzburg und Venedig einen Tiefpunkt. Bis 1710 wuchs dann wieder das Transportvolumen über diese Verbindung, erreichte aber nie mehr das Ausmaß des 16. Jahrhunderts.

Wann genau sich der Straßenverlauf von der Lausnitzhöhe zum westlichen Katschbergpass vollzogen hat, konnte noch nicht geklärt werden. Eine zeitgenössische Beschreibung der Katschberg Straße findet sich beispielsweise in der Ausgabe der Dillinger's Illustrirte Reise-Zeitung vom 20. Juli 1894.[1]

Pongau

Ebenfalls in der Römerzeit führte ein Fahrweg vom Kärntner Mölltal über den Hohen Tauern (Korntauern) ins Gasteinertal.

Tauernstraßen heute

Geblieben ist die Bezeichnung Tauernstraße als Straßenname in verschiedenen Salzburger Gemeinden:

Quellen

Einzelnachweis

  1. Quelle ANNO, Dillinger's Illustrirte Reise-Zeitung, Ausgabe vom 20. Juli 1894 Seite 5