Wolfgang Graf Berghe von Trips

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Wolfgang Graf Berghe von Trips bei der Siegerehrung des Gaisbergrennens 1958
Wolfgang Graf Berghe von Trips beim Gaisbergrennen 1958
Wolfgang Graf Berghe von Trips

Wolfgang Alexander Albert Eduard Maximilian Reichsgraf Berghe von Trips (* 4. Mai 1928 in Köln, Deutschland; † 10. September 1961 in Monza, Italien) war ein Automobilrennfahrer, der Bergeuropameister 1958 und Formel-1-Vizeweltmeister posthum 1961 wurde.

Salzburg-Bezug

Wolfgang Graf Berghe von Trips hätte den landwirtschaftlichen Gutshof seiner Eltern übernehmen sollen. Der am 4. Mai 1928 in der Kölner Südstadt als einziger Sohn des Reichsgrafen Eduard Berghe von Trips und dessen Ehefrau Thessa geborene Rennfahrer starb am 10. September 1961 auf dem Kurs von Monza, als er bei einer Geschwindigkeit von etwa 240 km/h vom Lotus von Jim Clark gestreift und aus seinem Cockpit geschleudert wurde.

Manche werden sich noch an den Bergeuropameister und Vizeweltmeister 1961 in der Formel 1 Wolfgang Graf Berghe von Trips erinnern. In Österreich war er am Gaisberg bei Salzburg beim "Großen Bergpreis von Österreich", beim Flugplatzrennen in Zeltweg (auf Porsche) und beim Flugplatzrennen in Innsbruck (auf Scuderia-Colonia-Cooper) mehrmals zu sehen.

Die Schlagzeile der Salzburger Nachrichten im Jahr 1958 lautete "Sportwagenasse in Salzburg" und berichteten anlässlich des Gaisbergrennens, dass die Porsche-Werksgarnitur mit Graf Trips, Edgar Barth und Jean Behra im Hotel Europa, die Borgward-Garnitur mit Herrmann, Bonnier und Cabianca im Hotel Winkler abgestiegen" seien. In der Bergeuropameisterschaft führte zu diesem Zeitpunkt nach vier Läufen Hans Herrmann auf Borgward 1500 RS mit 29 Punkten vor Graf Berghe von Trips auf Porsche RS mit 28 Punkten.

Mit Startnummer 114 ging von Trips wie fast immer im roten Pullover und weißem Helm ins Rennen. Er gewann den ersten Lauf in einer Zeit von 4:42,4 min. und ebenso gewann er auch den zweiten Lauf mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110,10 km/h. Mit einer Gesamtlaufzeit von 9:24,3 min gewann er dieses zur Europabergmeisterschaft zählende Rennen vor Joakim Bonnier (9:30,3 min) und Hans Herrmann (9:33,4). Damit stand er auch schon als Bergeuropameister 1958 fest!

1959 war Graf Berghe von Trips wiederum am Start beim Gaisbergrennen. Diesmal lief es jedoch nicht so günstig für den Grafen, der in der Sportwagen klasse Dritter hinter Ernst Vogel (Gesamtlaufzeit 11:29,0 min) und Heinrich Walter (11:37,0 min) mit einer Zeit von 11:46,8 min wurde (alle drei auf Porsche RSK). Das Wetter war bei dieser Veranstaltung schlecht, es regnete zeitweise sehr stark. In der Tageswertung der Besten am Berg wurde er Fünfter (Erster wurde Gerhard Mitter auf DKW-Mitter mit einer Zeit von 11:15,1 min, vor Ernst Vogel, Heinrich Walter und Sepp Greger auf Porsche Carrera mit einer Zeit von 11:42,07 min).

1961 war von Trips fast nur mehr im Ferrari-Formel-1 auf Rennstrecken unterwegs und fuhr keine Bergrennen mehr.

Weiterführend

Für Informationen zu Wolfgang Graf Berghe von Trips, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Literatur

Quelle