Hans Herrmann

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am 9. Juni 1985 - 50 Jahre Großglockner Hochalpenstraße: Mercedes W 196 "Silberpfeil", pilotiert von Hans Herrmann, kommt am Gedenkzeichen Fuscher Törl vorbei
Hans Herrmann (links) und Richard Attwood (rechts) an ihrem Siegerfahrzeug Porsche 917 KH Coupé #23.

Hans Herrmann (* 23. Februar 1928 in Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland) ist ein sehr bekannter deutscher Automobilrennfahrer, der auch im Raum Salzburg in den 1950er und 1960er-Jahren sehr erfolgreich bei Bergrennen fuhr.

Herrmann und Salzburg

Hans Herrmann gewann 1970 zusammen mit Richard Attwood (Großbritannien) auf einem Porsche 917 k, der in Salzburg von Porsche Austria bereit gestellt wurde, den Gesamtsieg bei einem der berühmtesten Automobilrennen der Welt, dem 24-Stunden-Rennen-von-Le-Mans in Frankreich. Dieser Rennwagen wurde in der Porsche Alpenstraße für das Rennen vorbereitet.

Doch schon früher war Herrmann mit Salzburg eng verbunden gewesen.

Nach einer Pause Pause von fast 20 Jahren begann am 15. August 1957 wieder internationaler Motorsport am Gaisberg mit dem ersten "Großen Bergpreis von Österreich", dem Gaisbergrennen. Vor 25 000 Zuschauern gewann damals der Schweizer Peter Daetwyler aus Zürich auf einem 2-Liter-Maserati vor dem Borgward-Werksfahrer Hans Herrmann und Richard von Frankenberg auf Porsche RS auf der 8 625 m lange Strecke. In Folge konnte man Herrmann immer wieder bei dieser zur Europameisterschaft zählenden Veranstaltung erleben.

Auch beim Alpenbergpreis Berchtesgaden, einem internationalen Bergrennen für Automobile im Berchtesgadener Land auf der Roßfeld-Panoramastraße, das auch zur Europabergmeisterschaft zählte, war er ebenfalls vertreten gewesen. 1963 gewann Hans Herrmann auf Abarth-Sport in einer Zeit von 03:20,4 min (einer Schnittgeschwindigkeit von 107,784 km/h) diesen Bergeuropameisterschaftslauf.

1969 wollte er noch mal auf dem Nürburgring mit einem Formel 2 beim Großer Preis von Deutschland antreten, startete aber nach dem tödlichen Trainingsunfall des Teamkollegen und Stuttgarter Nachbarn Gerhard Mitter nicht. Nach seinem großen Erfolg 1970 in Le Mans (siehe oben) beendete der vielseitige Automobilrennfahrer sein aktive Rennfahrerzeit.

Doch ganz konnte er sich nicht vom Automobilrennsport zurück ziehen. Man sah Hans Herrmann immer wieder bei Motorsportveranstaltungen, beispielsweise in Salzburg bei den Oldtimer Grand Prix am Salzburgring, wo er 1977 einen Mercedes-Benz-300 SLR pilotierte. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Großglockner Hochalpenstraße holte ihn der Motorrad-Professor Helmut Krackowizer mit einem der legendären Silberpfeile, einem Mercedes W 196, zum Jubiläumsrennen auf den Berg. Siegfried Strasser brachte 2004 das Buch Der Rennberg über die Gaisbergrennen heraus, dessen Vorwort Herrmann schrieb und auch zur Pressekonferenz in der Porsche Alpenstraße kam.

Hans Herrmann zählt zu jenen Automobilrennfahrern, die zwischen 1950 und 1970 das europäische Renngeschehen prägten.

Seine Ergebnisse am Gaisberg

  • Gaisbergrennen am 15. August 1957: Sieger in der Klasse Sportwagen bis 1 500 cm³ auf Borgward RS (04:59,8 min., 04:59,7 min.) mit einer Gesamtzeit beider Läufe von 09:59,5 min.; damit wurde er Zweiter im Tagesgesamtklassement hinter Willy Peter Deatwyler aus der Schweiz auf Maserati.

Weiterführend

Für Informationen zu Hans Herrmann, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Hans Herrmann"