Kultur

James Levine gegen Met: Richterin wies Klage großteils ab

Der Dirigent hatte nach seiner Entlassung aus dem New Yorker Opernhaus auf Vertragsbruch und Verleumdung geklagt, nachdem ihm sexueller Missbrauch und Belästigung vorgeworfen worden waren.

James Levine in einem Archivbild aus 2006.  SN/ap/michael dwyer
James Levine in einem Archivbild aus 2006.

James Levine, ehemaliger musikalischer Direktor der New Yorker Metropolitan Opera, musste einem Bericht der Nachrichtenagentur AP zufolge vor Gericht eine Niederlage einstecken. Ein Bundesgericht in New York wies am Dienstag einen großen Teil der Klage des Dirigenten gegen das Haus ab.

Levine war von 1976 bis 2016 musikalischer beziehungsweise künstlerischer Leiter, später bekam er den Titel Musikdirektor Emeritus. Im März 2018 wurde er entlassen, nachdem Ermittlungen in der Oper nach Aussage des Hauses Beweise für sexuellen Missbrauch und Belästigung durch den Stardirigenten ergeben hatten.

Levine verklagte die Oper drei Tage später wegen Vertragsbruchs und Verleumdung und forderte mindestens 5,8 Millionen Dollar (umgerechnet 5,14 Mill. Euro) Schadenersatz.

Richterin Andrea Masley wies bis auf einen Klagepunkt der Verleumdung alle ab. Eine Anwältin der Oper teilte mit, das Haus sei zufrieden.

Levines Anwalt sah sich dagegen durch die Entscheidung ermutigt, da zumindest ein Klagepunkt aufrechterhalten worden sei. "Die Met hat ihn nicht nur gefeuert", sagte sein Verteidiger Edward J. M. Little. "Sie hat ihn auf dem Weg nach draußen diffamiert, nachdem er 50 Jahre lang mit seinem brillanten künstlerischen Genie zu dem beigetragen hat, was die Met ausmacht."


Quelle: Apa/Sda

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