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Künstler wollen Bürger und Parlamentarier vernetzen

Sich mit Nationalratsabgeordneten austauschen, ganz ohne Angst vor Überwachung? Das will das Berliner Künstlerkollektiv Peng! möglich machen. Jean Peters ist derzeit Artist in Residence des Q21 im Wiener Museumsquartier und hat im Zuge der Ausstellung "shaping democracy" jedem Abgeordneten im Parlament einen PGP-Schlüssel für den E-Mail-Verkehr erstellt - und verlangt dafür ein bisschen Mitarbeit.

Während interessierte Bürger nämlich ab heute, Dienstag, Abend die Möglichkeit haben, auf der Webseite https://gvkeys.at die E-Mail-Adressen sowie dazugehörige Schlüssel aller Nationalratsabgeordneter abzurufen, brauchen diese wiederum einen eigenen privaten Schlüssel, um auf diese Weise versandte Nachrichten zu entschlüsseln. Diese bekommen sie in den kommenden drei Tagen im MQ - "gegen Vorlage ihres Personalausweises", wie es seitens des Künstlers heißt.

Mit der Kunstaktion reagiert Peng! nicht nur auf die Affäre rund um das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), sondern auch das von der Regierung angedachte "Sicherheitspaket", das von Menschenrechtsorganisationen sowie Rechtsanwälten höchst skeptisch beurteilt wird. Das Einrichten der PGP-verschlüsselten Kommunikation führe "zu einem viel sicheren, ja einem besseren Österreich, mit dem wir in Deutschland dann auch in Zukunft gerne wieder zusammenarbeiten werden", so Peters in einer Aussendung.

Quelle: APA

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