Kultur

Museum NÖ mit Schauen zu Waffen der Natur und Spionage

Im Museum Niederösterreich in St. Pölten werden heuer drei Sonderausstellungen eröffnet: Im Haus für Natur ist ab 23. März "Stechen. Kratzen. Beißen. Mit den Waffen der Natur" zu sehen. Das Haus der Geschichte präsentiert ab 26. April "Meine Jugend - Deine Jugend" und ab 6. September "Spionage!". Neben dem Zeitzeugen-Forum "Erzählte Geschichte" gibt es die neue Veranstaltungsreihe "Erlebte Natur".

Auch die Chiffriermaschine "Enigma" ist zu sehen SN/APA (BMI/Sicherheitsakademie)/CH
Auch die Chiffriermaschine "Enigma" ist zu sehen

Die Aufbauarbeiten im Haus für Natur sind in diesen Tagen in vollem Gange. Empfangen werden die Besucher der Schau von einer überlebensgroßen Wespe mit ausgefahrenem Stachel. Das größte Objekt der Ausstellung steht bereits: Ein präpariertes Nashorn aus den Landessammlungen Niederösterreich. Auch vom Naturhistorischen Museum in Wien kommen zahlreiche Leihgaben, darunter der Zahn eines Megalodon (ausgestorbene Haiart). Die Sonderschau ist lebendig - sie umfasst fleischfressende Pflanzen und Tiere wie Vogelspinnen oder Skorpione in Terrarien. Gezeigt wird, mit welchen raffinierten Waffen Lebewesen aus aller Welt Beute machen oder sich verteidigen. 14 interaktive Stationen wie ein Schützenfisch-Flipper runden die Ausstellung ab. Die Schau ist bis 16. Februar 2020 zu sehen, jeden ersten Freitag im Monat können Besucher Fotos mit einer Riesenheuschrecke, einem Wandelnden Blatt oder einer Gespenstschrecke machen.

Für die Ausstellung "Meine Jugend - Deine Jugend: Eine Generation schreibt Geschichte" haben mehr als 100 Jugendliche in Workshops Themen wie "Erste Male" oder "Wofür wir kämpfen" herausgefiltert. Der Schwerpunkt liegt auf Interaktivität. Großeltern und Eltern sollen einen Einblick bekommen, wie es ist, heute Teenager zu sein. Junge Menschen sollen über die Jugend ihrer älteren Verwandten erfahren.

"Spionage!" erzählt anhand von Gegenständen rund 40 Fälle der vergangenen zwei Jahrtausende - von der Uhr des Oberst Redl über eine "Enigma"-Chiffriermaschine aus dem Zweiten Weltkrieg bis zu Objekten der Stasi in der ehemaligen DDR. Der Bogen wird von Aristoteles bis zum Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) gespannt. Beleuchtet werden Fragen wie "Darf ein Staat Geheimnisse haben und wenn ja, wem nützen sie? Was geben wir in sozialen Netzwerken preis?". In einer "Spionage-Akademie" können Besucher Schlösser knacken oder Codes dechiffrieren. Die beiden Ausstellungen im Haus der Geschichte sind bis 19. Jänner 2020 zu sehen.

Fortgeführt wird das Zeitzeugenforum "Erzählte Geschichte": Am 21. Mai sind etwa Sportlerin Ivona Dadic und Peter Rapp zum Thema "Meine Jugend - Deine Jugend: Sportlich oder unterhaltsam?" zu Gast, am 19. November findet eine Diskussionsrunde anlässlich 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs statt. Die neue Veranstaltungsreihe "Erlebte Natur" beschäftigt sich u.a. am 9. April mit dem "Geheule um den Wolf" - zu Gast sind Wolfsbeauftragter Georg Rauer und Wildtier-Ökologe Klaus Hackländer. Am 18. Juni dreht sich alles um "Die Gelse - Plage oder Notwendigkeit?"

Das Kinder- und Jugendbuchfestival (KiJuBu) von 30. März bis 5. April findet heuer erstmals in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Niederösterreich und der Bühne im Hof statt und damit nicht nur im Kulturbezirk, sondern auch in der Innenstadt St. Pöltens. Nach dem traditionellen Start mit der Präsentation des Schulhausromans am 30. März steht der Tag darauf in Kooperation mit SOS Mitmensch im Zeichen der im Vorjahr verstorbenen Schriftstellerin Christine Nöstlinger.

"Sind im Garten" heißt das Motto am 7. und 8. Juni, wenn Festspielhaus St. Pölten und Museum Niederösterreich erstmals gemeinsam zum Fest laden. Geboten werden unter anderem Livemusik-Karaoke, Drinks und Minigolf. Mit dem "Flying Fox" lässt sich der Kulturbezirk aus luftiger Höhe erleben.

Quelle: APA

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