Kultur

Nach Aus für Linzer Theatervertrag: Land Oberösterreich übernimmt Kosten

Nachdem am Donnerstag im Linzer Gemeinderat mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ der Ausstieg aus dem Theatervertrag mit dem Land OÖ beschlossen wurde, kündigte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) Freitagabend die komplette Kostenübernahme an. In einem Interview mit dem ORF OÖ erklärte er, dass das Land "das Loch stopfen" werde. Damit wolle er unter dieses "Trauerspiel einen Schlussstrich" ziehen.

Landeshauptmann Thomas Stelzer will Schlussstrich unter "Trauerspiel" SN/APA (EXPA)/EXPA/JOHANN GRODER
Landeshauptmann Thomas Stelzer will Schlussstrich unter "Trauerspiel"

Der für Anfang 2020 aufgekündigte Theatervertrag sieht vor, dass Linz rund 14 Millionen Euro an die Theater und Orchester GmbH (TOG) des Landes - zu der Landestheater und Bruckner Orchester gehören - bezahlt. Dafür überweist das Land rund sieben Millionen an die städtische LIVA mit Brucknerhaus, Posthof und Tips-Arena. Selbst wenn man noch den 1,2-Mio.-Euro Zuschuss, den das Land an das städtische Ars Electronica Center leistet, einrechnet, bleibe unter dem Strich ein Minus von gut 5,5 Mio. Euro, argumentierte Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), der generell eine "Schieflage" bei den Transferzahlungen zwischen Land und Stadt zulasten der Stadt in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe moniert. Daher trat er für die Vertragskündigung ein, was mit den Stimmen der FPÖ dann auch im Gemeinderat beschlossen wurde.

Landestheater-Intendant Hermann Schneider erklärte im Anschluss an den Gemeinderat in einem APA-Interview: "Ich bin von diesem Moment an nicht mehr geschäftsfähig im Hinblick auf die Spielzeit 2019/20. Ich kann erst dann weitermachen, wenn ich eine verbindliche, belastbare Information habe, dass das Land Oberösterreich tatsächlich zu 100 Prozent diesen Ausfall übernimmt." Diese Zusage gab am Freitag der Landeshauptmann, damit sei eine gesicherte Budgetplanung für jene Spielzeit gegeben, meinte Stelzer im Radio.

Quelle: APA

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