Bildende Kunst

Landesausstellung in Niederösterreich: "Welt in Bewegung!"

In den Kasematten und im Museum in St. Peter an der Sperr bei Wiener Neustadt wird die Geschichte der Bewegung erläutert.

In Wiener Neustadt ist die "Welt in Bewegung!". Unter diesem Motto und mit dem Untertitel "Stadt.Geschichte.Mobilität." eröffnet am Samstag (30. März) die Niederösterreichische Landesausstellung 2019. Die Schau geht in den Kasematten und im Museum St. Peter an der Sperr in Szene. Auf etwa 3300 Quadratmetern dreht sich bis 10. November alles um das Thema Bewegung.

Rennwagen aus 1922

Die Kasematten, einst Stadtbefestigung, sind heute Architekturdenkmal. Hier wird die Geschichte der Mobilität erzählt. Im Mittelpunkt stehen Wiener Neustadt und seine Beziehungen zur Region und zur Welt, dargestellt mit großen, aufgeklappten Büchern. Eines der Höhepunkte ist der Originalrennwagen "Sascha", konstruiert 1922 von Ferdinand Porsche.

"Die Besucher sollen sich von den Objekten verführen lassen", sagte Beat Gugger, neben Gerhard Proksch einer der Kuratoren. Nach seinen Worten findet sich in den Kasematten ein "Sammelsurium". Die Zeitreise, die auch die Region um Wiener Neustadt mit Buckliger Welt-Wechsel, Semmering-Rax, Schneebergland und Wiener Neustädter Kanal "mitnimmt", endet im letzten der Gewölberäume mit der Frage, wie Mobilität in der Zukunft praktiziert werden soll und kann.

Auch Gäste sind in Bewegung

Als "spannend" bezeichnete der künstlerische Leiter Kurt Farasin die zwei Standorte der Landesausstellung, "verbunden mit einem Spaziergang durch die Stadt". Geht man vom Bahnhof Wiener Neustadt zu den Kasematten etwa sieben Minuten, sind es von dort zum ehemaligen Kloster St. Peter an der Sperr aus dem 13. Jahrhundert gut zehn Minuten. Der Weg führt über den Haupt- und den Domplatz - mitten durchs Zentrum. "'Welt in Bewegung!' heißt auch Gast in Bewegung", schmunzelte Farasin.

In St. Peter an der Sperr präsentiert sich Wiener Neustadt im Spiegel der Weltgeschichte. Im Blick steht zunächst das Wirken der Habsburger Kaiser Friedrich III. - man erfährt etwa, dass er während seiner Regentschaft 33.826 Reisekilometer zurückgelegt hatte - und Maximilian I., die vom Süden Niederösterreichs aus regiert haben. Man habe einige "Rosinen" der Wiener Neustädter Geschichte herausgepickt, betonte Gugger.

Ein Prunkbecher als Spitzenstück

Ein Spitzenstück der Schau ist auch für den Kurator der Corvinusbecher vom Ende des 15. Jahrhunderts. Auf dem Deckel dieses Prunktbechers ist als Ritterfigur der Ungarnkönig Matthias Corvinus abgebildet.

Eine "geballte Ladung an Information" gibt es über Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Wiener Neustadts, die Fabriken und Arbeiter, die Rüstungsindustrie und auch den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Kirchenschiff von St. Peter an der Sperr schließlich stehen "innovative Persönlichkeiten" der Stadt von heute im Mittelpunkt. Sie sind als lebensgroße Silhouetten abgebildet. Für Ausstellungsmacher sei es "toll, einen solchen Raum zu haben", schwärmte Beat Gugger.

Ausstellung: Niederösterreichische Landesausstellung 2019, "Welt in Bewegung! - Stadt.Geschichte.Mobilität", Kasematten und Museum St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt, bis 10. November.

Quelle: APA

MEHR KULTUR. MEHR WISSEN. AUS SALZBURG

Praktisch. Einfach. Informativ. Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Kultur-Newsletter der „Salzburger Nachrichten“.

Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 18.10.2019 um 03:43 auf https://www.sn.at/kultur/bildende-kunst/landesausstellung-in-niederoesterreich-welt-in-bewegung-67998673

Kommentare

Schlagzeilen