Kunst

Abos an Kunstuni Graz: Reiches Programm und viel Vermittlung

Ein vielfältiges Programm, das von Dietrich Buxtehude über Elektronische Musik bis zu Orffs "Carmina Burana", Brittens "Turn of the Screw" und Gustav Mahlers "Fünfter" reicht, bietet die Kunstuniversität Graz (KUG) im Rahmen ihrer Abonnements 2015/16. Viel Wert werde auf die Kunstvermittlung gelegt, wie Rektorin Elisabeth Freismuth und Vizerektorin Elisabeth von Magnus am Dienstag betonten.

Mit ihren Abos gibt die KUG seit mehr als 30 Jahren der breiten Öffentlichkeit Einblicke in die vielfältige Ausrichtung der künstlerischen Arbeit der Kunst-Uni. Vor allem aber bieten die Aufführungen den besten Studierenden eine Plattform, um das Erarbeitete in den Bereichen Kammermusik, Orchester, Chor, Jazz, Schauspiel und Oper solistisch oder in Gruppen präsentieren zu können, betonte Rektorin Freismuth. Das "Hauptabo", das "abo@MUMUTH" und das "Schul- und Familienprogramm" (fünf Termine) bilden die zentralen Abo-Schienen.

Das neue Hauptabo (zwölf Veranstaltungen insgesamt) umfasst neben Aufführungen von Benjamin Brittens Oper "The Turn of the Screw" und Carl Orffs berühmtem Orchesterwerk "Carmina Burana" verschiedene Orchesterkonzerte. Im Herbst wird "Round Midnight" gestaltet, in dem das Jazz-Orchester auf das klassische Orchester der KUG treffen wird (28. Oktober). Am 16. November feiert das Institut Oberschützen im Grazer Stefaniensaal sein 50-Jahr-Jubiläum mit der Aufführung von Strawinskys "Le Sacre du printemps".

Orgelmusik von Buxtehude und Chormusik von Heinrich Schütz soll das Publikum im Grazer Dom bei Kerzenlicht auf den Advent einstimmen (29. November). Im März 2016 wird das KUG-Orchester im Stefaniensaal mit Gustav Mahlers "Fünfter" Symphonie zu hören sein. "Jede Veranstaltung kann auch als Einzelveranstaltung gebucht werden", betonte Vizerektorin von Magnus.

Im "abo@MUMUTH" (sechs Abende) steht Offenheit für die aktuelle Kunst und Musik im Zentrum, doch will man verstärkt auf das überraschende Aufeinandertreffen unterschiedlichster Stile, Medien und Ausdrucksformen setzen, wie von Magnus betonte. So wird es u.a. in "Grove it ..." (17. Dezember) eine ungewöhnliche Programmkombination von Kompositionen Studierender und Gershwin/Bernstein-Klassikern geben.

Beim Abend "Drum 'n' Voice" treten 50 Trommeln in Wettstreit mit einer von Sandy Lopicic konzipierten "Menschenorgel" (Jänner 2016). In "Scan II" (Juni 2016) werden Studierende des Instituts Alte Musik und Aufführungspraxis mit der Studienrichtung Performance Practice in Contemporary Music zusammengeführt und öffnen sich für Kompositionen von Klaus Lang und der Barockmusik.

"Bei praktisch jedem Konzert erwartet die Besucher ein Extra durch Vermittlungsangebote", schilderte Ulla Pilz, die den Schwerpunkt Kunstvermittlung an der KUG mitkoordiniert. Das Spektrum werde Moderationen und Pausengespräche aber auch Ausstellungen und Filmvorführungen umfassen. Das ehemalige "Kinderabo" wurde zu einem "Schul- und Familienprogramm" umkonzipiert und wird nun an Freitagvormittagen (für Schulen) und Samstagnachmittagen (für Familien mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren) angeboten. Am Programm stehen u.a. ein Konzert mit Schlagwerkstudierenden, Spielgeschichten in mehreren Sprachen und Musik sowie ein Konzert mit Musik "unter Donner und Blitz mit Tritschtratsch an der blauen Donau".

(S E R V I C E - www.kug.ac.at)

Quelle: APA

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