Literatur

Löfflers Lektüre: Was bleibt einem Bohrarbeiter?

Waclaw Groszak hat jahrelang auf einer Bohrinsel gearbeitet. Jetzt sucht er ein neues Leben.

Ist uns je erzählt worden, was für ein Leben die Arbeiter führen, die heute auf den Bohrinseln vor den Küsten aller Kontinente im Meeresboden nach Erdöl und Erdgas bohren? In ihrem Debütroman "Wie hoch die Wasser steigen" ist der 35-jährigen Lyrikerin Anja Kampmann etwas Faszinierendes gelungen: Sie hat in der Gestalt der Bohrarbeiter ein verstörendes Inbild für die existenzielle Bodenlosigkeit und Entfremdung der globalisierten Arbeitswelt von heute gefunden. Diese Männer von überallher sind nichts anderes als moderne Wanderarbeiter, die im Auftrag globaler Energiekonzerne auf schwimmenden Offshore-Ölplattformen schuften, in einem gnadenlosen Schichtbetrieb, ungeschützt bei mitunter entsetzlichen Wetterbedingungen und unter ständiger Lebensgefahr.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 17.11.2018 um 01:43 auf https://www.sn.at/kultur/literatur/loefflers-lektuere-was-bleibt-einem-bohrarbeiter-24771553