Musik

Brucknerfest steigerte heuer Auslastung und Einnahmen

Das Internationale Brucknerfest in Linz hat heuer seine Auslastung und Einnahmen gesteigert. Das veranlasste den Brucknerhaus-Intendanten Dietmar Kerschbaum, der Formulierung "alles bestens, es geht so weiter" zuzustimmen. Dennoch werde die Besucherstruktur analysiert, um die Programme noch mehr auf ein Zielpublikum auszurichten.

Linzer Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum ist zufrieden SN/APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCH
Linzer Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum ist zufrieden

In einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz bilanzierten Kerschbaum, der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) als Aufsichtsratsvorsitzender der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA), deren Kaufmännischer Direktor Thomas Ziegler und der Generaldirektor des Hauptsponsors Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich Heinrich Schaller über 17.500 Besucher - das bedeutet eine Auslastung von 67,32 Prozent - und Kartenerlöse von über 474.500 Euro. Dies wurde erreicht auch ohne einfach die Ticketpreise zu erhöhen. Das geplante Budget von 1,2 Millionen Euro ist um 102.000 Euro unterschritten worden. In den Jahren davor lagen die Auslastungen bei 42 beziehungsweise 65 Prozent, die Einnahmen bei 280.000 bzw. 315.000 Euro.

Das erste von Kerschbaum allein verantwortete Programm des Festivals mit einer Reduktion von vorher 46 auf zuletzt 31 Eigenveranstaltungen zusammen mit der Programmlinie, Anton Bruckner und alles, was mit ihm in Beziehung steht, in den Mittelpunkt zu stellen, habe einen Besucherzuwachs um 30 Prozent gebracht, sind sich alle sicher. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Veranstaltungen noch einmal geringfügig verringert werden. Lehren ziehen will Kerschbaum beim Programm, weil sich gezeigt habe, dass einzelne Termine im Großen Saal mit 700 bis 800 Besuchern ihr "Maximum" erreicht hätten. Er glaubt auch, dass das Brucknerfest in Linz und seinem Umfeld seine Kapazität ausgeschöpft habe.

Deshalb gehe es darum, weiteres Zielpublikum zu generieren. Dazu würden derzeit die Besucherstruktur - darunter der Anteil der Nichtoberösterreicher - und die -wünsche analysiert und weiters auch Vergleiche mit Wien angestellt. Aber der Markt vertrage viel Bruckner. Deshalb werde es immer wieder Hinweise auf ihn, seine Schüler und die Wege in die Moderne geben, will Kerschbaum an seinem Mehrjahreskonzept festhalten. Das werde im Programm des kommenden Jahres "abgearbeitet". Es soll im November präsentiert werden. Schützenhilfe zum Thema Qualität kommt von Luger: "Die Freiheit beim Programmieren muss gewährleistet bleiben. Das Brucknerhaus ist kein Stahlwerk oder ein börsenotierter Fußballklub." Eine Auslastung von 100 Prozent sei unrealistisch, eine das anstrebende Programmierung "desaströs".

Schaller sicherte zu, dass die RLB im kommenden Jahr wieder als Sponsor dabei sein werde. Linz könne sich nur mit einem guten Kulturprogramm zwischen Wien und Salzburg positionieren. Es sei wichtig, dass die Stadt international werde - auch mit den Besuchern des Brucknerfestes, darunter auch Menschen, die in wirtschaftlicher Verbindung mit Oberösterreich stehen oder treten wollen.

Quelle: APA

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