Musik

Eine Frau flieht in den Wahnsinn

Der Neuproduktion von "Lucia di Lammermoor" an der Wiener Staatsoper bleibt der Triumph verwehrt.

So ein Schneehaufen kann ganz schön unangenehm sein. Und jetzt hat es auch in Schottland geschneit, genauer: in der Wiener Staatsoper. Der Haufen türmt sich in strahlendem Weiß, zuerst, wird aber zunehmend unansehnlich und bildet dann einen konturenlosen Berg, der jede Bewegung der Darsteller erschwert. Grau überzieht die ganze Szenerie, in welche Regisseur Laurent Pelly die tragische Geschichte von "Lucia di Lammermoor" stellt. Im Hintergrund ist ein Haus mit schwach beleuchteten Fenstern mehr erahn- als sichtbar, das in Form von herabgelassenen Glashauswänden zusehends näher und näher rückt und dem Dramenpersonal immer weniger Raum lässt bis zur Rampe.

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